Stauferklinikum: Qualität beim Gelenkersatz stimmt

+
Chefarzt Dr. Roland Rißel (4.v.r.) freut sich zusammen mit den Auditoren, der Klinikleitung und einem Teil des orthopädischen Teams über die Auszeichnung „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“.

Das Stauferklinikum ist erneut als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung ausgezeichnet worden. Was das für die Einrichtung und die Patienten bedeutet.

Schwäbisch Gmünd

Rund 150 000 künstliche Kniegelenke und etwa 200 000 Hüftgelenke werden in Deutschland jedes Jahr eingesetzt. Dies in unterschiedlichen Qualitätsstufen. Für Patienten ist es dabei oft schwierig, sich für eine Klinik zu entscheiden. ilfreiche Wegweiser können Zertifizierungen von unabhängigen Fachgesellschaften sein, die Kliniken auf die Einhaltung von Qualitätsstandards überprüfen. Bereits seit 2015 ist das Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd als Endoprothetikzentrum zertifiziert. Seit Februar 2018 ist die Gmünder Klinik als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung, also der höchsten Versorgungsstufe beim Gelenkersatz, ausgezeichnet.

„Chirurgie ist Teamarbeit“, betont der Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie am Stauferklinikum Dr. Roland Rißel. Er freut sich für sein Team besonders über die Rezertifizierung durch die Gesellschaft ClarCert.

Im sogenannten „EPZmax“ wird nicht nur langjährige Erfahrung und eine Mindestzahl an Eingriffen vorausgesetzt. Im „maximalen“ Zentrum können auch komplizierte Wechseloperationen durchgeführt werden. Diese sind immer dann notwendig, wenn ein Implantat ausgetauscht werden muss.

Mindestens hundert endoprothetische Operationen muss jeder der hauptverantwortlichen Operateure (sogenannte Seniorhauptoperateure) pro Jahr vorweisen können. Darunter auch anspruchsvolle Wechsel-Eingriffe, die in hoher Frequenz mit nachgewiesener Qualität am Stauferklinikum durchgeführt werden. Zwei weitere Oberärzte müssen pro Jahr ebenfalls mindestens 50 endoprothetische Operationen vorweisen können, um als Hauptoperateure im Zentrum zu operieren. Die dazu nötigen Implantate und technischen Voraussetzungen sind am Stauferklinikum jederzeit verfügbar.

„Für eine Klinik der Größe des Stauferklinikums ist die Auszeichnung durchaus etwas Besonderes, meist ist die Zertifizierung größeren Kliniken vorbehalten“, berichtet Chefarzt Rißel. Und weiter: „Die Zertifizierung ist für unsere Patientinnen und Patienten wichtig, da sichergestellt ist, dass wir höchste Standards erfüllen. Das EPZmax macht uns aber auch für junge Ärztinnen und Ärzte in punkto einer soliden orthopädischen Ausbildung attraktiv“, betont der Chefarzt.

In der Tat ist das Stauferklinikum für angehende Orthopäden ein attraktiver Ausbildungsstandort: Neben der Basisausbildung kann die Klinik spezielle Weiterbildungen in der Orthopädie sowie in der Unfallchirurgie im vollem Umfang bieten. Erst jüngst kam die für den Reha-Bereich wichtige Weiterbildungsbefugnis in der Sozialmedizin hinzu. „Von einer guten Ausbildungsmöglichkeit profitieren sowohl wir in der Klinik als auch unsere niedergelassenen Kollegen. Vor dem Hintergrund des Ärztemangels ist dies besonders wichtig“, betont Chefarzt Dr. Roland Rißel.

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Kommentare