Rechberg pocht auf ein Neubaugebiet

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Nicht alle Wünsche des Ortschaftsrates werden berücksichtigt.

Gmünd-Rechberg. Der Auftakt der „Haushaltstournee“ durch alle elf Ortschaftsräte der Stadt Gmünd führte Oberbürgermeister Richard Arnold, Finanzbürgermeister Christian Baron und Stadtkämmerer René Bantel am Dienstag in den Rechberger Ortschaftsrat. Die Stadt Gmünd versuche, trotz schwieriger Finanzlage, die Anliegen aller Teilorte bei der Finanzplanung zu berücksichtigen meinte Arnold. Ein „Wermutstropfen“ in Rechberg sei das „Rad“-Areal, dessen Erwerb die derzeitigen Möglichkeiten der Stadt überschritten habe, bedauerte Arnold.

Baron verwies auf die wesentlichen Faktoren des Doppelhaushaltes 2022/23, der nach derzeitigem Stand ohne Neuverschuldung auskommen soll, und zeigte sich dankbar für die „sparsamen Haushaltsanmeldungen“ von Rechberg. Der präsentierte Haushalt sei allerdings noch nicht „druckreif“ mahnte Baron.

Die Anmeldungen der Ortschaft umfassen die Erschließung des Baugebietes Hartäcker VI sowie die Erstellung eines Spielplatzes für das Baugebiet Hartäcker V für das kommende Jahr. Hierfür sind in der Planung 170 000 Euro vorgesehen. Auf den Hinweis von Ortsvorsteherin Anne Zeller-Klein, für die Erschließung eines Baugebietes sei dies etwas zu niedrig angesetzt, konnte der OB erklären, die Gelder seien für den Spielplatz eingestellt, die Erschließung der Hartäcker VI würden erst im Jahr 2025 „spruchreif“. Dies erregte Unmut im Gremium. Rechberg habe derzeit keine freien Bauplätze mehr, erklärte die Ortsvorsteherin, und sprach von jungen Familien, die „drängend nach Bauplätzen“ fragen. Beide Bürgermeister meinten dazu, man müsse erst den Grunderwerb tätigen, um anschließend das Bebauungsplanverfahren in Gang zu setzen. Zudem, meinte Arnold, müsse auch der Gmünder Gemeinderat von einer zügigen Umsetzung und Finanzierung überzeugt werden. Baron versprach, das Baugebiet Hartäcker werde ohne Verzögerungen angegangen, aber „mit der Zeit, die dazu benötigt wird“.

Die Sanierung des Spielplatzes am Schloßbühlweg mit barrierefreiem Zugang soll laut Plan im kommenden Jahr realisiert werden. Die Sanierung der Grünenbergstraße mit Treppe, des Gießbachwegs, des Schloßbühlwegs und der Straße Am Burgwall sollen im Rahmen der städtischen Straßenunterhaltung umgesetzt werden.

Erst Prioritäten festlegen

Die für die Gemeindehalle angemeldete Sanierung des Hallenbodens und die Erneuerung der sanitären Einrichtungen wurde zurückgestellt. Die Stadtverwaltung möchte zuerst alle städtischen Hallen überprüfen und bewerten, um eine „objektive Reihenfolge“ festzulegen, nach der die Sanierungen angegangen werden, informierte Baron. Im Rahmen einer Gesamtkonzeption sollen auch alle Bezirksämter auf Sanierungsmaßnahmen und Barrierefreiheit überprüft werden, beantwortete die Anmeldung zur Sanierung des Sitzungssaals und eines barrierefreien Zugangs zum Rechberger Bezirksamt. Die angefragte Sanierung der Straße zu den Stollenhöfen habe nicht oberste Priorität, da sich diese in „verkehrssicherem Zustand“ befinde.

Bei der Bitte um eine Erweiterung des Parkplatzangebotes für Rechberg führte Zeller-Klein an, dass der Ort während der Pandemie von Autos „überrollt“ worden sei. Es bestehe die Möglichkeit, vorhandene städtische Flächen ohne viele bauliche Veränderungen in Parkraum umzugestalten. Die Idee des OB, als„saisonale Lösung“ analog zum Himmelsgarten Flächen zu pachten und gegen Parkgebühr zur Verfügung zu stellen, müsse im Ortschaftsrat überdacht und diskutiert werden, meinte die Ortsvorsteherin. Arnold versprach, die Anregung des Gremiums mitzunehmen. Andrea Rohrbach

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