Segen für alle Floriansjünger

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Segen für die Feuerwehrleute während der Floriansmesse auf dem Hohenrechberg, Segen für den neuen Mannschaftstransportwagen der Rechberger Feuerwehr nach dem Gottesdienst: Pfarrer Andreas Braun bat um Gottes Schutz für alle.

Gut besuchte Floriansmesse in der Hohenrechberger Wallfahrtskirche mit Segnung des neuen Mannschaftstransportwagens.

Schwäbisch Gmünd-Rechberg

Festlich geschmückt, das Bild des Heiligen Florians im Chorraum, konnte die Wallfahrtskirche am Samstagabend die Besucher kaum fassen. Mit der traditionellen Floriansmesse beging die Rechberger Feuerwehr den Todestag des Schutzpatrons der Feuerwehr. Der Einmarsch der Fahnenträger, musikalisch umrahmt vom Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr aus Heiningen, bildete den Auftakt. In seiner Begrüßung verwies der Abteilungskommandant Rechbergs, Siegfried Lüben, darauf, dass Hilfeleistung und der Einsatz für den Nächsten für alle Feuerwehrangehörigen "Ehrensache" sei.

Pfarrer Andreas Braun erinnerte daran, wie sich der Heilige Florian für das Wohl anderer eingesetzt und dadurch sein Leben verloren habe. Auch die Floriansjünger setzten sich mutig und manchmal unter Lebensgefahr für die Mitmenschen ein.

Florian mit dem Wassereimer

Der Überlieferung nach soll Florian ein hoher römischer Beamter gewesen sein. Florian habe sich für verfolgte Christen eingesetzt und sich selbst als Christ bekannt. Daraufhin wurde er gefoltert und grausam ertränkt. In Anlehnung an dieses Martyrium wird Florian bereits in frühen Zeiten mit einem Wassereimer dargestellt. Da Feuer am besten mit Wasser abgewehrt wird, führten diese Darstellungen dazu, dass Florian der Patron der Feuerwehr wurde.

Feuerwehrangehörige gingen gegen jede Gefahr an, zu der sie gerufen werden und zeugten somit von der christlichen Idee der Menschenliebe, meinte der Geistliche und prangerte in seine Predigt die Gaffer an, die die Einsatzkräfte behinderten. Wie Florian führten die Feuerwehrleute das Gute gegen das Böse ins Feld, meinte der Geistliche, das koste körperliche und oftmals seelische Kraft. Braun: "Wie gut ist es, dass wir auf die Hilfe von Oben bauen dürfen." Mit "Möge die Fürsprache des heiligen Florians und der Segen Gottes Sie stets begleiten", schloss Pfarrer Braun seine Predigt.

Schutz für den neuen Wagen

Die Fürbitten riefen nach "schützenden Händen" über den Einsatzkräften, Gottes Segen für die Kameraden, die ihr Leben im Einsatz lassen mussten und die Bitte nach der richtigen Entscheidung im Einsatz. Nach dem Schlusslied, dem Rechberger Wallfahrtslied, kraftvoll musikalisch begleitet von Christoph Pitzal an der Orgel, konnte Pfarrer Braun den neuen Rechberger Mannschaftstransportwagen (MTW) unter den Segen Gottes stellen. Dabei bat der Geistliche noch einmal um den Schutz des Heiligen Florians.

Gmünds Gesamtkommandant Uwe Schubert erläuterte, der neue MTW sei die Ergänzung für die Löschgruppe und "eine gute Beschaffung für Rechberg". Rechbergs Ortsvorsteherin Anne Zeller-Klein und Gmünds Bürgermeister Dr. Joachim Bläse sprachen ihren Dank für die Floriansmesse aus. Der Messe komme eine hohe Bedeutung bei. Beim Gottesdienst habe man gespürt, dass man sich auf die christlichen Werte besinnen solle. Kreisbrandmeister Otto Feil erklärte, der neuen MTW sei wichtig, um die Jugendfeuerwehr und die Alterswehr "mobil" zu halten. Lüben zeigte sich erfreut, nach 38 Jahren ein neues Fahrzeug zu erhalten: "Wir geben aber den Alten nicht gerne her", schmunzelte Lüben.

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