Wallfahrtskirche aus der Ferne erleben

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Sanierung rund um die Wallfahrtskirche Hohenrechberg: Der Kirchengemeinderat, Architekt, Pfarrer und Ortsvorsteherin informieren sich über die Maßnahmen.

Neues Flutlicht für den Barockbau auf dem Rechberg. Sanierung umfasst auch Toiletten und Mesnerhaus. Kirchengemeinde auf Spenden angewiesen.

Schwäbisch Gmünd-Rechberg

Sie ist Wahrzeichen der Volksfrömmigkeit und touristisches Ziel zugleich: die Wallfahrtskirche auf dem Hohenrechberg. Rechtzeitig zur Wallfahrtswoche im September soll der barocke Bau auch wieder aus weiter Ferne gut erkennbar sein. Deshalb will die Kirchengemeinde, unterstützt vom Stadtteil Rechberg, die Außenbeleuchtung erneuern.

Das ist Teil eines rund 200 000 Euro teuren Sanierungsprogramms, das jetzt weitere Verbesserungen vorsieht. Pfarrer Dr. Horst Walter nennt drei Schwerpunkte.

Die Toilettenanlage für Besucher des Wallfahrtsortes entspreche längst nicht mehr den Anforderungen der Zeit, die Erneuerung sei überfällig. Seit Jahrzehnten habe man dort keine Verbesserungen erlebt. Bis September werden voraussichtlich die Damentoiletten fertig, bis Jahresende die ganze Anlage.

Schon im Vorjahr ist einer der großen Strahler ausgefallen, die die Wallfahrtskirche von Schwäbisch Gmünd und den umliegenden Höhen aus gut sichtbar machen.

Die Erneuerung eines Scheinwerfers sei nicht unbedingt sinnvoll. Deshalb werde man die Strahler auf die neue Lichttechnik umstellen und komplett erneuern. Auch das will die Kirchengemeinde bis September schaffen.

Weitere Arbeiten sind am alten Mesnerhaus, westlich der Kirche gelegen, nötig. Handwerker haben dort schon Farbproben für einen neuen Außenanstrich angebracht. Außerdem, erklärt Architekt Manfred Hufschmied, stehe die Erneuerung der Heizung an.

Großes Lob für die Vorhaben kommt von Ortsvorsteherin Anne Zeller-Klein. Sie sei in der Vergangenheit häufig auf die unzureichenden Toilettenanlagen angesprochen worden. "Schön, dass das jetzt besser wird", sagt sie. Auch die Beleuchtung ist ihr ein Anliegen, denn "es ist immer schön, die angestrahlte Kirche zu sehen, wenn man in die Region zurückkommt".

Die Finanzierung ist für die kleine Kirchengemeinde mit 800 Gläubigen ein Kraftakt. Dr. Horst Walter freut sich deshalb, dass es Zuschüsse gibt. 114 000 Euro kommen von der Diözese. Für die Beleuchtung gibt es einen Zuschuss der Stadtwerke und des Stadtteils Rechberg.

Die Stadt beteiligt sich finanziell an den Toilettenanlagen. 27 000 Euro müssen über Spenden finanziert werden. Dafür gibt es nach Worten des Pfarrers schon zwei größere Spendenzusagen. Den restlichen Betrag erhofft er sich aus Zuwendungen der Gläubigen, die jetzt in einem Gemeindebrief um Spenden gebeten wurden. Außerdem denkt er an eine Benefizveranstaltung im Lauf des Jahres.

Sanierungsmaßnahmen gab es an der Wallfahrtskirche in fast allen Jahrzehnten. Anne Zeller-Klein erinnert sich noch an die Innenrenovierung in den 1960er-Jahren. In den 2000er-Jahren wurde die Außenfassade rundum gerichtet.

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