Reinhold Haas schwingt die beste Säge

+
Wetzgau Wood Champion
  • schließen

Drei-Tage-Jubiläumsfest der Feuerwehr Wetzgau endet mit der Maibaumprämierung und der ersten „Wetzgau Wood Challenge“. Auf was es hier ankam und wie die Athleten abschnitten.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Bester Zeltfeststimmung herrschte am Sonntagabend bei der Jubiläumsfeier zum 125-jährigen Bestehen der Wetzgauer Feuerwehr. Die Bänke waren voll besetzt, nach der musikalischen Unterhaltung der „6 + 1, die kleine Blasmusik“ und der „Schpitz ond Bloskapell“, wartete auf die Hajec Bloas des Bargauer Musikvereins ein Publikum, mit bester Laune.

Stehende Zuschauerreihen

Nach der Prämierung der diesjährigen Teilnehmer am Maibaumwettbewerb durch Landrat Dr. Joachim Bläse, Thomas Mayer von der Hirschbrauerei und David Wagner von der Gmünder Tagespost, ging der „Kampf mit Motor- und Handsäge, die erste Wetzgau Wood Challenge“, an den Start. Fünf holz- und sägeaffine Kandidaten stellten sich in vier Disziplinen ihrem Gegner, dem Holz. Unter dem Beifall Hunderter stehender Zuschauer hielten die Athleten Einzug ins Festzelt. Mit 21 Jahren als jüngster „Wetzgau Wood Challenge“- Kandidat, stellte Moderator Robin Kucher Jonas Strohmaier von der Maibaumgruppe Spraitbach-Ochsenbusch vor. Mit Philipp Bleicher und Max Funk gingen zwei Mitglieder des Maibaumteams Lindach an den Start, mit Simon Hutter und Reinhold Haas war auch das Mögglinger Maibauteam doppelt vertreten.

Sicherheit stand bei der Wetzgauer Wehr und ihrem Challenge-Organisator Lukas Hiller an erster Stelle, Sicherheitsbekleidung war ebenso Pflicht wie der Besitz eines Motorsägescheins. Gleich bei der ersten Disziplin von einem auf rustikalen Sägeböcken platzierten Holzstamm ging es „Span um Span“. Es galt, eine Holzscheibe von 74 Millimetern mit der Handbügelsäge abzusägen. Es folgte ein vorsichtiges Abwägen der Kandidaten, die Zeit spielte keine Rolle. Max Fuchs lag hier mit 72,5 Millimetern vorne.

Wie viel sind 300 Gramm?

Mit „schwerem Gerät“ der Motorsäge sollte eine weitere Scheibe, jetzt mit 300 Gramm, produziert werden. Mehr oder weniger schnell wurden die Motorsägen angeworfen, die Diskrepanz des gewünschten Gewichts lag bei 1053 Gramm bei Philipp und 207 Gramm beim Besten, Jonas. Wie schnell eine Kette an einer Motorsäge gewechselt werden kann, galt es danach zu beweisen. Hektisch begann der eine, mit ruhiger, sicherer Hand der andere, die Aufgabe zu erfüllen.

Siegergürtel aus Maibaumholz

Die fachkundige Jury, darunter Lukas Hiller und Abteilungskommandant Mathias Weiß, prüfte im Nachgang noch die Kettenspannung, hier hatte dann Reinhold die Nase vorne und das, obwohl diese Disziplin in den Augen des Lindacher „schon ein bisschen ein Scheiß war“. Leichte Unstimmigkeiten kamen beim „Entasten ohne Kette“ auf. Hier sollte die Führung der kettenlosen Säge von links nach rechts und dann nach oben gehen, bei Jonas waren die mit Klettband befestigten „Äste“ in falscher Reihenfolge, ein zweiter Versuch wurde gewährt.

Das Mögglinger Team mit Simon und Reinhold flog nahezu über den Stamm und sicherte so das hervorragende Endergebnis der Athleten aus Mögglingen. Entasten in seinem Wald sei „Entspannung und Sport“, erklärte Simon seine vorgelegte Zeit.

Den Siegergürtel, eine aus dem Stamm des Wetzgauer Maibaums geschnitzten Holzscheibe, erhielt der erstplatzierte Reinhold Haas, für den zweitplatzierten Simon Hutter gab es, ebenso wie für den Drittplatzierten, Max Funk, ebenfalls einen Siegergürtel. Jonas Strohmaier und Philipp Bleicher durften sich, wie die anderen Teilnehmer auch, über „flüssiges Gold“ aus der Heubacher Hirschbrauerei freuen.

Mehr zum Thema:

Löschen früher und heute: So feiert die Wetzgauer Feuerwehr ihr Jubiläum

Wetzgau Wood Champion
Wetzgau Wood Champion
Wetzgau Wood Champion
Wetzgau Wood Champion
Wetzgau Wood Champion
Wetzgau Wood Champion
Wetzgau Wood Champion
Wetzgau Wood Champion
Wetzgau Wood Champion

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Kommentare