Reise zum Bad mit dem lustigen Namen - was Wohnmobil-Urlauber nach Gmünd führt

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Marion Pospiech und Roland Siedentopf machen Rad-Urlaub in Gmünd - ihr Wohnmobil haben sie im neuen Wohnmobilhafen im Schießtal abgestellt.
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„Das Bad war ein Pluspunkt“ – drei Monate nach Eröffnung ist der Gmünder Wohnmobilhafen gut frequentiert.

Schwäbisch Gmünd. Auf dem Programm steht Radfahren auf dem Remstalweg, das Wohnmobil parkt im Schießtal: Marion Pospiech und Roland Siedentopf sind als Urlauber nach Gmünd gekommen. Ein Zufall hat das Paar aus dem bayerischen Schwabach hierhergeführt. „Wir haben in Gaildorf Gmünder getroffen, die uns von diesem Platz erzählt haben“, sagt Siedentopf.

Die beiden spontan-flexiblen Wohnmobiltouristen sind erst seit einigen Stunden da, aber sie kennen schon die Geschichte, wie das Bud-Bud auf dem Umweg einer Abstimmung über den Tunnel zu seinem Namen kam. „Das Bad war ein Pluspunkt“, sagt Marion Pospiech, wenn man fragt, was den Ausschlag für Gmünd gegeben hat. Nicht wegen des außergewöhnlichen Namens, sondern weil sie gerne schwimmen geht. Auch sonst sind sie und ihr Partner zufrieden mit ihrer Wahl. „Das ist ein schöner Platz hier“, sagt Siedentopf, auch der Preis sei okay - dafür, dass die Nutzung des Freibads enthalten sei. 12,50 Euro kostet der Stellplatz pro Tag.

Rund 250 Wohnmobilisten haben das Angebot seit der Eröffnung des „Wohnmobilhafens“ Anfang Mai bisher gebucht. „Im Juli waren es allein über 100 Buchungen“, erzählt Steffen König, der Vertriebsleiter der Stadtwerke. „Die Zahlen liegen über unseren Erwartungen.“

16 Stellplätze für Wohnmobile gibt’s auf dem Parkplatz beim Hintereingang des Freibads. Buchen kann man über die Homepage der Gmünder Bäderbetriebe oder an der Freibadkasse. „Das hat gut geklappt, ohne Probleme“, lobt Marion Pospiech. Sie und Roland Siedentopf haben auch kein Auto vorgefunden, das ihren gebuchten Stellplatz zugeparkt hat. In den ersten Wochen gab’s Tage, an denen auch mal sechs, sieben Autos auf den Stellplätzen standen – mehr als Wohnmobile. Das sei inzwischen kein Thema mehr, sagt Steffen König: „Es hat sich stark gebessert“, die Leute hätten es verinnerlicht, dass da jetzt Wohnmobile hingehören. Auch mit Hilfe von Kontrollen, zweimal täglich wird nachgeschaut. „Das macht das Freibadpersonal und meldet es an den Ordnungsdienst.“

Wie lange sie bleiben, wissen Marion Pospiech und Roland Siedentopf noch nicht genau. Die Gmünder Innenstadt schauen sie sich auf jeden Fall an, irgendwann soll’s dann weitergehen Richtung Freiburg und Kaiserstuhl. „Die meisten buchen für drei, vier Tage“, fasst Steffen König die Buchungsstatistik zusammen. König ist sich sicher, dass der Wohnmobilhafen auch nach dem Ende der Freibadsaison im September weiter Zulauf hat – ohne Freibadnutzung reduziert sich der Tagessatz auf 6,50 Euro. Buchen kann man ganzjährig, vielleicht kommen ja auch Weihnachtsmarkt-Urlauber. „Wir sind selber gespannt, wie es läuft, sagt König.

Nachdem Roland Siedentopf erzählt hat von seiner Art Urlaub zu machen, hat er noch eine Frage zu Gmünd: „Wo kann man hier gutbürgerlich essen?“ Nur aus dem Supermarkt und Wohnmobilkühlschrank leben, das sei nicht seine Art von Urlaub. „Wir lassen auch Geld da.“

12,50 Euro am Tag, Freibad inklusive 

Wer einen der 16 Stellplätze bucht, bekommt dafür kostenlosen Freibad-Eintritt, freies WLAN, Stromladestation sowie eine Frischwasser- und Entsorgungsanlage geboten. Preise in der Saison 12,50 Euro/Tag, außerhalb 6,50 Euro/Tag zuzüglich Strom, Frischwasser und Entsorgung.  

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