Remspark: Erneut Nachwuchs bei den Trauerschwänen

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Das Schwanenpaar Helga und Georg hat am Mittwoch zum zweiten Mal Nachwuchs im Gmünder Remspark bekommen. Der erste Nachwuchs ist bereits flügge und hat das Nest verlassen.
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Die Schwäne Helga und Georg haben fünf neue Küken. Schwanenexperte Hans Stollenmaier erklärt, worauf geachtet werden muss.

Schwäbisch Gmünd

Große Freude im Gmünder Remspark: Seit Mittwoch sind fünf Küken der schwarzen Schwäne, auch Trauerschwäne genannt, geschlüpft. Schwanenexperte Hans Stollenmaier weiß, was zu tun ist und worauf geachtet werden muss. Schließlich ist das nicht der erste Nachwuchs der beiden Schwäne.

Im vergangenen Jahr wurden die Trauerschwäne mit ihrem Nachwuchs erstmals in Gmünd gesichtet. Nachdem diese ersten Küken seit März bereits aus dem Nest geworfen sind, haben die Schwaneneltern nun erneut Nachwuchs bekommen. Hans Stollenmaier ist überrascht. „Tatsächlich hatte ich vom Schlüpfen der Küken lange gar nichts mitbekommen.“ Dennoch ist er froh über den weiteren Nachwuchs. Als die letzten Küken fast flügge waren, hoffte er auf eine erneute Brut der Eltern Helga und Georg.

Nachdem die fünf kleinen Küken nun nach fünf bis sechs Wochen Brutzeit geschlüpft sind, sollte man der Natur ihren Lauf lassen, sagt er. Die Schwaneneltern kümmerten sich selbstständig um die Küken. Stollenmaier appelliert an die Spaziergänger und an die Kinder, vorsichtig zu sein und genügend Abstand zu halten. „Bei Gefahr kann der Schwanenvater schnell aggressiv werden“, erklärt er.

Besonderheit beim Schwan

Die Verbindung bei einem Schwanenpaar ist stark. „Wenn sich ein Paar gefunden hat, dann bleibt es sein ganzes Leben lang zusammen“, erklärt Stollenmaier. Die Tiere seien sehr revierbezogen und verteidigten es. Wenn die Jungen älter werden, dann auch gegen den eigenen Nachwuchs.

Bei der Brut wechseln sich Schwanenvater und Schwanenmutter mit dem Ausbrüten ab. Sobald die Küken geschlüpft sind, dauere es zwei bis drei Tage, bis sie ihr typisches Junggefieder haben. Im zweiten Jahr erhalten die Küken schließlich ihr Altersgefieder. „Nach einem halben Jahr sind die Jungvögel aber auch schon flügge und werden von ihren Eltern fast schon aggressiv aus dem Nest geworfen“, erklärt der Schwanenexperte. Bis die Jungvögel ihren eigenen Nachwuchs bekommen, dauert es etwa zwei bis drei Jahre.

Die Farbe des Gefieders bleibt immer gleich. „Es ist nicht möglich, dass unter den Trauerschwänen auch mal ein weißer Schwan schlüpft“, erklärt Hans Stollenmaier. Laut des Naturschutzbundes Nabu ist das Gewässer im Remspark der typische Lebensraum für die Trauerschwäne. Sie bevorzugten seichtes Wasser mit wenig Strömungen.

Füttern ist weiterhin möglich

Das Füttern der Schwäne mit Brotkrumen im Remspark ist vor allem bei den kleinen Kindern beliebt. Doch auch hier rät der Schwanenexperte, sich an Maß und Ziel. zu halten. „Natürlich dürfen die Schwäne weiterhin gefüttert werden“, sagt er. Den Rest übernehmen dann die Schwaneneltern.

Wenn sich ein Schwanenpaar gefunden hat, bleibt es sein ganzes Leben lang zusammen.“

Hans Stollenmaier,, Schwanenexperte
Insgesamt fünf Küken sind im Remspark geschlüpft. Spaziergänger sollen nun aber Abstand halten.

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