Rückenwind für die Wünsche der Jugendlichen

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Gmünd-Herlikofen. Wer sich die Liste der Anmeldungen zum städtischen Haushalt für Herlikofen anschaut, entdeckt viele Bekannten. Zwar machte die Stadt auch in diesem Jahr deutlich, dass gespart werden muss, dennoch wollten die Ortschaftsräte mit Ortsvorsteher Thomas Maihöfer ihre Liste einbringen. Etwa die dringende Bitte um Planungen für den Neubau eines Feuerwehrhauses, oder die Anbindung des Radwegs „Lange Gasse“ bis zum Ortseingang Herlikofen.

„Hier geht’s um 50 Meter“, sagte der Ortsvorsteher.

Ebenso findet sich auf der Anmeldungsliste für den Doppelhaushalt 2022 und 2023 der Planungsbeginn und der Grunderwerb für Gewerbeflächen. Dazu kommen Grunderwerb und Bauleitplanung fürs Baugebiet „Gmünder Feld IV“. Maihöfer informierte, dass das vorangegangene Gebiet achtfach überzeichnet war. Und bemerkte, dass aktuell die Erschließung im „Gmünder Feld“ gut vorankomme und alle Kaufverträge notariell beurkundet seien.

Weiter oben auf der Liste

Schritt für Schritt soll zudem die Sanierung des Bezirksamts angegangen werden, inklusive Barrierefreiheit. Es folgten weitere Punkte auf der Agenda, doch eine Anmeldung ist neu: die Umgestaltung des Bolzplatzes in den Neugärten in einen Skater- und Bikerpark. Der Ortsvorsteher informierte über den Wunsch, den junge Herliköfer vor Ort vorgebracht hatten. Maihöfer bestätigte, dass der Bolzplatz so gut wie nicht genutzt wird. Die Diskussion zeigte, dass auch die Ortschaftsräte eine solche Anlage befürworten. Günter Linek schilderte, dass einige Biker mit dem Bus nach Mutlangen fahren, um den dortigen Bikerpark zu nutzen. Robin Schmid plädierte sogar dafür, diesen Jugendwunsch weiter oben auf der Prioritätenliste anzusiedeln. Was auch erfolgte. „Ich fand es gut, dass sich die jungen Leute gemeldet haben“, kommentierte Maihöfer. Er vertrat zudem die Ansicht, dass, wenn die Stadt die Ortschaften zum Sparen anrege, dies auch für die Innenstadt gelten müsse. Im Blick hatte er die Planungen für Buchstraße und Schmiedgassen. Abschließend zu den Haushaltsmeldungen stellte er fest: „Jetzt schauen wir, was dabei rüberkommt.“ Im Herbst wird dazu mit dem Ersten Bürgermeister Christian Baron und Kämmerer René Bantel diskutiert.

Desirée Stolz und Karolina Gorjainow informierten über das Ergebnis einer Umfrage für die über 65-Jährigen im Ort. Von 700 Fragebögen mit 32 Fragen kamen 264 zurück. „Das sind 35 Prozent“, zeigte sich Gorjainow erfreut. Aus den Antworten ging unter anderem hervor, dass sich rund zehn Prozent einsam fühlen. Und dass etwa ein Café vermisst wird. Ebenso ein Pflegeheim oder Kurzzeit- und Tagespflege. Insgesamt nehmen sechs Prozent der Senioren Pflegedienste in Anspruch. Was gesucht ist, sind Hilfen für die Gartenarbeit und den Winterdienst. Eine gute Nachricht hatte der Ortsvorsteher zu den wegen Corona auf Eis gelegten Kaffeenachmittagen: „Die Besucher sind fast alle geimpft und man kann das Angebot im Freien abhalten.“ Er sei guter Dinge, „zeitnah“ einen solchen Nachmittag anbieten zu können.

Stolz und Gorjainow kündigten an, dass es einen Flyer mit dem örtlichen Angebot für die Älteren geben wird - vom Fahrdienst bis zu Gesprächsangeboten und Informationen.

Wohl um einiges früher als geplant, also nicht erst Ende Oktober, werde die Sanierung der Herlikofer Straße fertig, kündigte Maihöfer ebenfalls an. In der kommenden Woche werde bereits der dritte Bauabschnitt gestartet. Anja Jantschik

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