Guten Morgen

Schlüsselerlebnis im Fahrstuhl

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Ulrike Schneider über ein Missgeschick im Aufzug

Sie nutzt die Mittagspause für einen Arzttermin. Zurück in der Parkgarage nimmt sie den Aufzug. Das spart Zeit. Während der Fahrt nach unten fischt sie den Autoschlüssel aus dem Chaos der Handtasche. Doch sie kriegt ihn nicht richtig zu fassen. Er rutscht ihr aus den Fingern und fällt zu Boden. In dem Moment öffnet sich wie magisch die Aufzugtür. Der Tollpatsch beobachtet, wie der Schlüssel auf dem Boden landet und wie in Zeitlupe auf die von der Tür freigegebene Ritze des Aufzugschachts zurutscht. Plumps – weg ist er. In der Tiefe des Fahrstuhl-Nichts. Sie ahnt Schlimmes. Der Ersatzschlüssel liegt zuhause. Doch da ist niemand, der ihn bringen könnte. Was tun? In einem Geistesblitz entschließt sie sich, im einzigen inhabergeführten Geschäft nach einem Hausmeister zu fragen. Den gibt es tatsächlich. Er kommt und stoppt den Aufzug. Verschwindet durch das Treppenhaus und hält kaum fünf Minuten später den abtrünnigen Schlüssel in der Hand. Ein "Hoch auf alle Hausmeister" möchte sie laut rufen. Sie hält sich zurück, spendiert ihm dafür ein Trinkgeld. Tage für Köche oder Lehrer gibt es schon. Wo kann man einen internationalen Tag der Hausmeister beantragen?

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