Der TSB, die Buchstraße und der Sportpark

Schnell Licht ins Millionen-Dunkel bringen

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Michael Länge
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Redaktionsleiter Michael Länge über den TSB Schwäbisch Gmünd, die Buchstraße und den Sportpark.

Manche hatten keine Ahnung, andere rechneten mit ein paar Hunderttausend: Für die meisten Mitglieder des TSB Schwäbisch Gmünd war es deshalb ein Hammer, ein Schock, als bei der Hauptversammlung am Dienstag die Zahl 4,2 Millionen Euro genannt wurde für offene Rechnungen beim Verkauf des Geländes in der Buchstraße und bei den Plänen für den Sportpark im Laichle. Daher ist die allererste und dringendste Aufgabe, Licht in dieses Dunkel der Millionen zu bringen. Dazu müssen Zahlen auf den Tisch, in aller Offenheit. Sonst gibt’s keine Ruhe. All dies, um Schaden abzuwenden. Zuallererst vom Verein, in dem gut 1600 Mitglieder in 25 Abteilungen nur aktiv ihren Sport ausüben wollen. Oder Sport passiv fördern wollen. Viele von ihnen ehrenamtlich. Sie alle haben diese Situation nicht verdient.

Gleichzeitig muss geklärt werden, wie es dazu überhaupt kommen konnte. Eine Ursache ist die offenbar mangelhafte Kommunikation im Verein. Auch wenn Corona dies erschwert: Ein Millionen-Projekt wie der Verkauf des Geländes in der Buchstraße und der Bau des Sportparks im Laichle muss für die Mitglieder transparent sein. Dies war und ist noch nicht gegeben. Dabei geht es um Fragen wie diese: Wer bekommt zu welchen Konditionen welchen Auftrag des Vereins? Und warum? Offenheit von Anfang an verhindert Gerüchte wie die, die über Wochen durch die Stadt geisterten. Und die nach wie vor noch nicht versiegt sind. Und Offenheit verhindert, dass es zu einem solchen Schlamassel überhaupt erst kommt. Und dass aus dem Schlamassel womöglich eine Schlammschlacht wird. Was für alle Beteiligten das Schlimmste wäre.

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