Schüler ärgern sich über Müllberge im Himmelsgarten

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Müll im Himmelsgarten

Im Rahmen eines Projekts halten Schülerinnen und Schüler den Landschaftspark bei Wetzgau sauber. Doch beim Anblick eines „riesigen Müllhaufens“ hat es ihnen nun „die Sprache verschlagen“.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Gedacht ist das Projekt „Müllvermeidung im Himmelsgarten“ als eine bürgerschaftliche Unterstützung bei der Pflege des Landschaftsparks bei Wetzgau und als eine soziale Aktion, bei der sich Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen der Stauferstadt für die Gemeinschaft einbringen. In diesem Sinne sind seit den Osterferien insgesamt fünf Klassen mit über 80 Schülern im Einsatz.

„Und dann gibt es fast so etwas wie einen Schlag ins Gesicht“, macht Dr. Ute Schütte ihrem Ärger Luft. Die stellvertretende Ortsvorsteherin im Ortsteil Rehnenhof-Wetzgau kann nicht verstehen, wie sich Besucher des Familienparkes Wetzgau nicht um ihre Abfälle kümmern, die sie bei gemütlichen Treffen dort hinterlassen. „Den hochmotivierten Schülern verschlug es die Sprache“, so die Ortschaftsrätin als sie in der vergangenen Woche bei ihrem Rundgang durch den Himmelsgarten einen riesigen Müllhaufen vorfanden. Diesen hatte offensichtlich am Vortag eine größere Gruppe dort hinterlassen, die sich an der Ostalbtafel im Landschaftspark zu einer Art Familienfeier getroffen hatte.

Solche geselligen Runden finden gern dort an schönen Abenden immer wieder statt, da sich dieser lange Tisch besonders auch eignet für ein geselliges Zusammensein und gemeinsames Feiern. „Dafür ist dieser Ort natürlich auch gedacht“, sagt die Kommunalpolitikerin. „Aber wer Müll produziert, sollte ihn auch wieder mitnehmen.“

Auch Ortsvorsteher Johannes Weiß schüttelt voller Unverständnis den Kopf. Denn den sich engagierenden Schülern der Friedensschule, der Klosterbergschule und der Martinus Schule könne man nur schwerlich vermitteln, dass sie für den Müll anderer Leute zuständig sein sollen.

In Absprache mit dem Ortschaftsrat hat Schütte dieses Projekt initiiert und die Schulen dafür gewonnen. „Neben dem Einsatz für die Sauberkeit des Himmelsgartens geht es ja auch um einen pädagogischen Ansatz, der auf einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und mit der Natur und unseren öffentlichen Erholungsgebieten bezogen ist“, beschreibt Schütte das Anliegen dieser Aktion. „Vorbild sein für Kinder und Jugendliche sieht anders aus“, ergänzt sie mit Blick auf den Müllberg.

Täglicher Einsatz

Das Projekt sieht einen täglichen Einsatz der Schüler in den Schulzeiten vor. Die beteiligten Schulen wechseln sich dabei ab. Seit der Landesgartenschau sind zwei ehrenamtliche Parkranger hier im Einsatz. Einer dieser beiden ist jedoch im vergangenen Winter verstorben, so dass im Ortschaftsrat über eine weitere Unterstützung im Himmelsgarten nachgedacht wurde. Aus diesen Überlegungen heraus entstanden die Kontakte zu den drei Schulen. Hier war sehr rasch eine Bereitwilligkeit gegeben, und die beteiligten Schülerinnen und Schüler sind mit großem Engagement bei der Sache. Unterstützung fanden und finden sie durch die Stadt und den Bauhof, der das erforderliche Material wie Handschuhe, Abfallsäcke, Eimer, Müllzangen zur Verfügung stellt.

„Das Projekt ist eine tolle Sache. Es sollte aber deutlich mehr geschätzt werden von den vielen Besuchern das Familienparkes. Ihre Beiträge sollten sein, sich dort umweltbewusster aufzuhalten und das, was sie dort an Abfällen produzieren, am besten mit nach Hause zu nehmen“, resümiert der Ortsvorsteher.

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