Schwäbisch Gmünd möchte Partnerschaft mit ukrainischer Gemeinde

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Das Gmünder Rathaus mit ukrainischer Flagge.
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Stadt plant Partnerschaft mit der ukrainischen Gemeinde Obroshnye. Am Mittwoch im Sozialausschuss.

Schwäbisch Gmünd. Am Dienstag diskutieren die Integrationsräte darüber, am Mittwoch die Stadträte: Die Stadt Gmünd strebt eine Solidaritätspartnerschaft mit der Gemeinde Obroshnye in der Ukraine an. Dies sagt die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik, Inga Adam. Dem Vorschlag liegt ein Ratsbeschluss vom März 2022 zugrunde. Obroshyne hat etwa 7600 Einwohner und liegt in der Nähe von Lemberg, nahe an der Grenze zu Polen also. Kennengelernt habe sie den Vertreter der Kommune Obroshyne bei einer Partnerschaftskonferenz des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sagte Adam. In mehreren Gesprächen diskutierten sie zwei Schwerpunkte einer möglichen Zusammenarbeit: - die Beschaffung von Kleintransportern als Schulbusse, da der eigentliche Schulbus der Gemeinde in den Kriegsgebieten zur Evakuierung von Verletzten genutzt wird.- eine Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. In Obroshnye hat sich vor kurzem einen Freiwillige Feuerwehr gegründet, da die eigentliche Feuerwehr in den Kriegsgebieten tätig ist. Bei einer Unterstützung geht es um Ausrüstung, die zu beschaffen Gmünd helfen könnte. Zudem könnte Gmünds Feuerwehr Feuerwehrleute aus Obroshyne in Gmünd ausbilden. „Unsere Kooperationspartner in Gmünd wären die Gmünder Feuerwehr, das Welcome Center sowie ehrenamtliche Dolmetschende“, sagt Adam. Bei der Beschaffung der Schulbusse erhofft sie sich die Unterstützung der Gesellschaft Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Beim Feuerwehrprojekt will Gmünd mit dem BMZ kooperieren. Eine solche Solidaritätspartnerschaft sei keine Städtepartnerschaft, sagt Adam. Ziel der Entwicklungszusammenarbeit mit Obroshyne sei, „dass vor Ort die Bevölkerung geschützt wird und wir so, noch während der Krieg andauert, ein Stück weit mit dem Wiederaufbau beginnen können“. Adam weiß, dass es in den 90er-Jahren in der Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl von Gmünd aus eine Hilfsaktion für die ostukrainische Stadt Tschernigow gegeben habe. Eine Solidaritätspartnerschaft mit dieser Stadt sei aktuell „extrem schwierig“, da sie besetzt sei. Obroshnye hingegen biete sich auch an, weil Lemberg ein Umschlagsplatz für Hilfsgüter sei.  

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