„Sigmund“ erinnert Barnsley an die deutsche Partnerstadt

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Bürgermeisterin Caroline Makinson hieß „Sigmund“ in Barnsley willkommen. Das Einhorn steht für 50 Jahre Partnerschaft mit Gmünd. Mit im Bild Phil Coppard, Peter Saxton und Keith Jowett.
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Zum 50-jährigen Bestehen der Freundschaft zwischen Gmünd und der nordenglischen Stadt platziert Barnsley ein Einhorn im Zentrum.

Schwäbisch Gmünd / Barnsley

Das „gmund“ in Sigmund hat den Ausschlag für den Namen gegeben: Gmünds englische Partnerstadt Barnsley hat in diesen Tagen ein Einhorn im Zentrum aufgestellt. Gmünds Wappentier soll die Bürger der nordenglischen Stadt daran erinnern, dass Barnsleys Freundschaft mit Gmünd sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt. Große Feiern allerdings, sagt Phil Coppard im Gespräch mit der Gmünder Tagespost, wird es der Corona-Pandemie wegen nicht geben.

Coppard war über viele Jahre Chef der Verwaltung in Barnsley. Er kennt Gmünd gut. Jahr für Jahr besucht er, auch heute noch, die Stauferstadt mit einer Delegation zum Guggenmusikfestival. Die Guggenmusik, sie ist eine der bemerkenswerten Verbindungen, die in 50 Jahren zwischen Barnsley und Gmünd entstanden sind. Denn aus dem Gmünder Guggenfestival heraus ist die Guggenmusikkapelle „Frumptarn“ in Barnsley entstanden. Offiziell ist die Partnerschaft seit dem 24. Juni 1971, wenngleich sich Schulklassen, Vereine oder Delegationen schon zuvor besuchten. Diese Besuche reichen in der Tat bis ins Jahr 1954 zurück.

Dass die Pandemie es unmöglich gemacht hat, das Jubiläum zu feiern, bedauert der Gemeinderat von Barnsley. Die Stadträte hoffen, dass beide Städte diesen „Meilenstein“ mit Veranstaltungen im kommenden Jahr würdigen können. Bis dahin muss Sigmund trösten. Um das Jubiläum nicht unerwähnt verstreichen zu lassen, hießen die Bürgermeisterin von Barnsley, Caroline Makinson, Stadtrat Steve Green und mehrere Mitglieder der „Barnsley Schwäbisch Gmünd Twin Town Society“ das Einhorn in Barnsley willkommen. Die Skulptur ist eine von acht aus Weidenholz geformten Skulpturen, die zurzeit im Zentrum der nordenglischen Partnerstadt zu sehen sind. Den Namen des Einhorns erklärt Coppard so: Zum einen sei er deutsch, und zum anderen enthalte er die Buchstaben „gmund“, die an den Namen Gmünd erinnern. Zu diesem Anlass würdigte auch Makinson das Verhältnis zu Gmünd. „Unsere Freundschaft mit Schwäbisch Gmünd ist eine besondere“, sagte sie und betonte ihre Überzeugung, dass diese Partnerschaft weitere 50 Jahre halten werde.

Sigmund, das Einhorn, ist Teil der Ausstellung „Twisted: Barnsley's Fantastical Beasts“. Sie zeigt in der Stadt acht Skulpturen. Alle sind von Künstlern aus der Gegend geschaffen worden und haben einen Bezug zur Stadtgeschichte,

Unsere Freundschaft mit Gmünd ist eine besondere.“

Caroline Makinson, Mayor of Barnsley

Was Gmünd zum Jubiläum mit Barnsley macht

Die Stadt Gmünd erinnert mit dem Städtepartnerschaftsprojekt „Boulevard der Partnerstädte - farbenprächtig in die Zukunft“ auch an die 50 Jahre Partnerschaft mit Barnsley. Mit Flaggen zwischen den Häusern bringt die Stadt Farbe in die Bocksgasse und weist neben Barnsley auch auf die Partnerschaften mit Antibes, Faenza, Székesfehérvár und Bethlehem hin. Das Städtepartnerschaftsprojekt hat mehrere Bausteine:
Flaggen: Deren Peace-Farben stehen für den friedensstiftenden Charakter der Städtepartnerschaften, für die Weltoffenheit der Stadt Gmünd, für die Vielfalt und auch für Gemeinschaft, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold.
Postkarten: Im Rathaus, in der Stadtbibliothek und in der Volkshochschule liegen Postkarten für die Partnerstädte aus, auf denen Interessierte ihre Kontaktdaten angeben und die Karten an denselben Stellen abgeben können. Inga Adam vom Stabsbereich Internationales, Integration und Europa wird die Postkarten an ihre Kollegen bei den Stadtverwaltungen der Partnerstädte weiterleiten, die für entsprechende Kontakte sorgen wollen. Die Aktion läuft bis Jahresende und soll Verbindungen schaffen.

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