So viel Sonne wie noch nie seit Messbeginn

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Viel Sonne, kaum Regen und hohe Temperaturen bestimmten den August - die Folge: staubtrockenen Böden und ausgetrocknete Flussläufe waren im vergangenen Monat an der Tagesordnung. Foto: Tom

Der Gmünder Wetterbeobachter Martin Klamt hat die August-Daten ausgewertet.

Schwäbisch Gmünd. Der Sommer 2022 zeigte auch im August keine Ermüdungserscheinungen. Im Gegenteil: Immer öfter kursierten Bilder von staubtrockenen Böden, niedrigen Pegelständen, ausgetrockneten Flussläufen und starkem Laubfall unter Trockenstress leidender Bäumen. Kein Wunder: Mit einem Mittel von 21,0 Grad war der August im Raum Schwäbisch Gmünd im Vergleich zur langjährigen Norm von 1961-1990 um vier Grad zu warm. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991-2020 war der August um 2,3 Grad zu warm. Lediglich 2003, 2015 und 2018 war der August noch wärmer.

Die Zahl der Frühlingstage mit einem Höchstwert von 20 Grad erreichte mit 31 Tagen einen neuen Rekordwert (bisher 30 Tage im Jahr 2003 und 2009). Die Zahl der Tage mit 25 Grad und mehr erreichte nach acht Tagen 2021 nunmehr 25 Tage, neun Sommertage mehr als üblich.

Und auch die Zahl der heißen Tage mit einer Höchsttemperatur von 30 Grad und darüber lag mit fünf Tagen um einen Tag über der Norm. Am 4. August wurde mit 36,8 Grad die höchste Temperatur des Monats gemessen. Die tiefste Lufttemperatur wurde am 8. August mit 10,8 Grad gemessen.

Nachdem die vier Augustmonate zuvor allesamt zu nass waren, gab es heuer mit nur 46 Litern nur halb so viel Niederschlag wie normal. Niederschlag fiel an nur acht statt an 16 Tagen. Mit 21 Litern war der 19. August der einzige Starkniederschlagstag des Monats. Die Sonne schien im August rund 297 Stunden lang, das entspricht 139 Prozent der Norm. Der alte Rekordwert von 2003 betrug 285 Stunden. Am längsten schien die Sonne am 3. August mit 14,1 Stunden.

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