Sportpark des TSB im Laichle in Diskussion

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Ortschaftsrat Großdeinbach erörtert Einwendungen zu dem Projekt.

Gmünd-Großdeinbach. Der Sportpark des TSB Gmünd war am Donnerstagabend der einzige Tagesordnungspunkt im Ortschaftsrat Großdeinbach. Gmünds mit etwa 1500 Mitgliedern größter Sportverein will im Laichle bei Wetzgau einen Sportpark bauen und sich damit für die Zukunft aufstellen. Dazu hat der Verein sein Gelände in der Buchstraße für etwa 8,2 Millionen Euro verkauft. In Bezug auf diesen Verkauf sind aktuell nach wie vor Fragen offen. Bei einer Mitgliederversammlung des Vereins im vergangenen Oktober war bekannt geworden, dass beim TSB Gmünd in Zusammenhang mit dem Verkauf und der Planung des Geländes in der Buchstraße Rechnungen in Höhe von etwa 4,2 Millionen Euro offen sind. 3,8 Millionen Euro waren als Architektenkosten benannt worden, 440 000 Euro als Anwaltskosten. Sowohl der TSB als auch der betroffene Architekt haben Anwälte beauftragt, um die offenen Rechnungen zu klären. Architekt Christof Preiß teilte im Februar auf GT-Anfrage mit, dass „wir immer noch in einem laufenden Verfahren sind“ und „versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden“. Der TSB-Vorstand hat auf mehrfache GT-Anfrage immer auf vereinbartes „gegenseitiges Stillschweigen“ verwiesen.

Einen Grund, den Sportpark auf Eis zu legen, gebe es momentan nicht, hatte bei der Oktober-Mitgliederversammlung TSB-Vorstandsmitglied Christian Kemmer gesagt. Auch nicht der, dass die Stadt Gmünd eine vor gut drei Jahren gegebene Zusage, im Laichle einen Allwetterplatz zu bauen, aus finanziellen Gründen nicht einhalten kann. Im Großdeinbacher Ortschaftsrat stand am Donnerstagabend deshalb der nächste Schritt im Planungsverfahren an. Dabei ging es auch um die Erörterungen von Einwendungen. Bürger aus dem in der näheren Umgebung gelegenen Wohngebiet Laichle haben Einwände. Aus mehreren in der Ratsvorlage genannten Gründen kommen sie zu dem Fazit, „dass der Bebauungsplan Sportpark Laichle so nicht genehmigt werden kann“. Sie nennen unter anderem Lärm. Sie befürchten, dass ihr Wohngebiet „extrem mit Autolärm überzogen wird“. Die Verwaltung widerspricht, da der Wohnort der Einwender „weit abseits des Bereichs liegt, für den solche Einflüsse befürchtet werden könnten“. Ein ausführlicher Bericht folgt. ⋌Michael Länge

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