2023 wieder im Schießtalsee baden?

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Der Schießtal-See weist schon heute die Wasserqualität eines Badesees auf.
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Schon jetzt verzeichnen die Gmünder Bäderbetriebe Besucherzahlen wie vor Corona. Der Schießtalsee hat schon jetzt eine Wasserqualität wie ein Badesee.

Schwäbisch Gmünd

Kein Sommer wie er früher einmal war: 2022 wird im Südwesten der vermutlich sonnenscheinreichste Sommer seit Messbeginn, sagen Meteorologen. Schlecht für die Wasservorräte, gut für den Betrieb der Freibäder. „Die Besucherzahl hat sich nach zwei schwierigen Corona-Jahren super entwickelt“, sagt Steffen König, Sprecher der Bäderbetriebe der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd. Schon jetzt sind es mehr als 112000 Badegäste im Bud-Spencer-Bad im Schießtal. „Eine Besucherzahl wie vor Corona. Viele weitere werden dazu kommen. Ob das Freibad wie geplant am 11. September schließen wird, ist nämlich noch offen. „Wir prüfen derzeit, ob wir in Verlängerung gehen“, so Steffen König. Sehr zufrieden ist er auch mit der Entwicklung des Freibads Bettringen. In den Corona-Jahren, die auch noch mehr Regentage hatten, kamen jeweils nur gut 10 000 Besucherinnen und Besucher. Im Sommer 2022 sind es aber schon jetzt 25 000 Badegäste.

Viele von ihnen schätzen den Aufenthalt in den Bädern dieses Jahr ganz besonders, weil die Cafeterias die Saison komplett geöffnet haben. Im Mai startete im Bud-Spencer-Bad Mathias Pulvermüller, er übernahm den Cafeteria-Betrieb relativ kurzfristig und ist „mit Schwäbisch Gmünd voll und ganz zufrieden“.

Pulvermüller betreibt auch Cafeterias in den Bädern in Göppingen, Salach und Kirchheim und sieht das Bud-Spencer-Bad in guter Gesellschaft. „Wir haben hier genügen Platz, allein im Außenbereich rund 60 Sitzplätze, das ist schon komfortabel“, sagt er und bemerkt: „Der Sommer ist herausragend.“

Aber auch das kann Probleme bereiten. „Uns plagt der Personalmangel“ betont Pulvermüller. Mindestens zwei Beschäftigte braucht er zu den Öffnungszeiten, bei großem Ansturm können es aber auch mal fünf oder sieben sein. Bis jetzt habe das gut geklappt, auch dank der problemlosen Zusammenarbeit mit den Bäderbetrieben. Dort ist man über den Service glücklich. Auch über den im Freibad Bettringen, bereitgestellt vom „Lindeneck“ in Bettringen. Steffen König erwähnt auch die Speisen, die dort über die Theke gehen.

Der Sommer hat den Bädern nicht nur die Besucher gebracht. Er sorgt auch für Energieeinsparungen. „Das Freibad Bettringen ist ohnehin nicht beheizt“, so Steffen König. Und trotzdem hatten wir dort kürzlich 22,8 Grad Wassertemperatur. Ähnlich sieht es im Bud-Spencer-Bad aus. Die aktuelle Wassertemperatur beträgt im Durchschnitt zwischen 22 und 24 Grad. An warmen Tagen könne diese natürlich noch etwas höher sein. „Der Einsatz von Heizenergie ist aufgrund des warmen Sommers rückläufig.“

Baden im See

Wenn die Bäder schließen, steht Schwimmerinnen und Schwimmern gewöhnlich das Hallenbad wieder zur Verfügung. Ob das auch – wegen nötiger Energieeinsparungen – 2022 so kommen wird, darüber beraten die Experten der Stadtwerke und Bäderbetriebe derzeit. Bereit wäre das Hallenbad an der Goethestraße. „Wir haben es wie jeden Sommer entsprechend hergerichtet, uns diesmal auf kosmetische Reparaturen beschränkt“, sagt Steffen König.

2023 könnte das Bud-Spencer-Bad im Schießtal für viele Gäste noch interessanter werden. Die Stadt möchte nämlich die westliche Seite des Schießtal-Sees wieder für den Badebetrieb bereitstellen. „Wir werden nach Schließung des Bades im Herbst mit dem zweiten Bauabschnitt der Entschlammung beginnen und im Winter abschließen“, sagt Jürgen Musch, Chef des städtischen Tiefbauamts. Dafür stehen im Haushalt rund 250 000 Euro bereit. Günstig, weil der Schlamm nicht teuer entsorgt werden muss, sondern weil ein Landwirt den für seine Felder nutzt. Der Schlamm sei untersucht worden, biete reichlich Dünger und beinhalte keine Schadstoffe.

Parallel dazu werde schon seit längerer Zeit die Wasserqualität untersucht – in einem Rhythmus von 14 Tagen. „Wir haben jetzt schon Badequalität“, sagt Jürgen Musch. Das werde sich nach der kompletten Entschlammung auch dauerhaft so einspielen. Auch weil man dann im so genannten Vorbecken den Schlamm regelmäßig entnehme, den See gar nicht mehr belaste. Geplant ist dann die Einrichtung eines kleinen Seestrandes in der Nähe des früheren Freibad-Zugangs. Vielleicht sei dies schon zum Muttertag 2023 möglich.

Schiesstal
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