22 Bands bringen das Esperanza zum Beben

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Die Esperanza-Crew mit einem der beiden Vorsitzenden des Stadtjugendrings, Sebastian Fritz (l.) und dem Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold (2.v.r.). ⋌Foto: privat

Pandemiebedingt ein Jahr nach dem eigentlichen Geburtstag feiern Jung und Alt in der Buschstraße gemeinsam ihr selbstverwaltetes Kulturzentrum.

Schwäbisch Gmünd

Die Bands kamen aus Glasgow und Cardiff, Paris und Marseille, Turin und Florenz, aus Serbien, Mazedonien, der Schweiz oder Berlin. Und sie haben alle schon im Esperanza gespielt. Hinzu kamen Freunde aus halb Europa, die eine Verbindung zum Jugendkulturzentrum in Schwäbisch Gmünd haben. Im an beiden Tagen restlos ausverkauften Haus konnte das Fest beginnen.

„Wie früher“, war an den zwei Tagen öfter zu hören. Allerdings, bei genauerer Betrachtung, ist doch einiges anders geworden. Unzählige Kinder wuselten am Nachmittag herum. Nicht nur beim Kinderprogramm mit der Hüpfburg am Samstag, auch mit Gehörschutz vor der Bühne. Auch früher war Oberbürgermeister Arnold schon bei solchen Veranstaltungen im Esperanza vorbeigekommen, um mit den „Bunthaarigen“ zu feiern. Viele neue Gesichter fallen auf, die sich im und ums „Espe“ in allen Bereichen ehrenamtlich engagieren.

Bereits ab 17 Uhr starteten an beiden Tagen die ersten Bands und wurden trotz dieser frühen Stunde ordentlich gefeiert. Bei „Noviot Potschetok“ aus Skopje stand ein ehemaliger Freiwilliger auf der Bühne.

Einen ersten Höhepunkt setzte die Esperanza-Hausband „Defenders of the Universe“. Alle fünf Musiker sind seit vielen Jahren im „Espe“ aktiv, der Funke sprang sofort auf das Publikum über und der Konzertsaal tobte. Sie mussten ihren Auftritt jedoch kurz unterbrechen, weil die beiden Mitbegründer Pasquale Caiafa und Sebastian Fritz ein paar Worte an das Publikum richteten. Gemeinsam übergaben danach Sebastian Fritz und Birgit Schmidt die beiden Vorsitzenden des Stadtjugendrings noch einen Scheck in Höhe von 1000 Euro.

Mit „Ashpipe“, „T-Killas“ und „The Wakes“ folgten danach Bands, die so etwas wie Stammgäste in Schwäbisch Gmünd sind und es wurde bis in die Nacht hinein getanzt und gesungen. Nach den Shows ging es nahtlos weiter mit der Aftershow, in der „DJ Merguez“ aus Marseille hauptsächlich Perlen der 80er-Jahre auflegte.

Am nächsten Tag überraschte vor allem die erste Band „Außer Betrieb“ diejenigen, die sie nicht vom Stadtfest her kannten. Die noch sehr jungen Musiker präsentierten ihren schnörkellosen Deutschpunk derart routiniert, dass viele im Publikum ihnen in Zukunft noch einiges zutrauen. Kurz darauf kam mit den Lokalmatadoren der „Beach Bums“ eine Band, die sich extra für diese Show wieder zusammengefunden hat.

Die Stimmung kochte mit „The Higgins“ aus Aalen, das Urgestein seit 2001 im Espe. Und sie steigerte sich im Verlauf des Abends bis zum siedenden Höhepunkt, als die beste antifaschistische Skinhead-Band, „The Oppressed“ aus Wales, ihre Gassenhauer ins Esperanza-Publikum schleuderte.

Insgesamt konnten sich die Verantwortlichen über ein gelungenes Festival freuen, allein die glücklichen Gesichter des Publikums bestätigten das. Hinzu kommt die qualitativ hervorragende Bandauswahl und wir dürfen jetzt schon gespannt sein, was in vier Jahren, beim 25-jährigen, passieren wird.

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