25 000 Euro fürs Stauferfries

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Sie alle freuen sich über die 25 000-Euro-Spende der Dietenberger-Stiftung, um das Stauferfries in Gmünd zu verwirklichen.
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Die Dietenberger-Stiftung unterstützt das Projekt des Gmünder Vereins Stauferfries mit einer großen Spende.

Schwäbisch Gmünd

Mit großer Freude empfingen die Vertreter des Vereins Stauferfries einen Scheck der Dietenberger-Stiftung in Höhe von 25 000 Euro aus der Hand des stellvertretenden Vorsitzenden Bernd Schabel im Hause des Künstlers Gruber-Ballehr. „Jetzt ist mit Konradin die wichtigste Figur des Stauferfries finanziert“, begeisterte sich Allmuth Gruber-Ballehr in ihrem Dankeswort.

Bernd Schabel und Professor Dr. Hubert Herkommer übermittelten, dass das Stauferfries in den Stiftungszweck der Dietenberger-Stiftung genau hineinpasst. Denn der hochkarätige Heimatforscher Eduard Dietenberger unterstützte bereits zu Lebzeiten Literatur und Künste mit intimem Bezug zu Gmünd, wollte das auch über seinen Tod hinaus durch die Stiftung gewährleisten. Restaurierungen am Münster, Renovierungen der Herrgottsruh- und Dreifaltigkeitskapelle, Stationskapellen am Salvator, der Erwerb wertvoller Objekte für das Museum im Prediger und zahlreiche Buchpublikationen konnten mit Zuschüssen seiner privaten Stiftung umgesetzt werden. Eduard Dietenberg war ein bescheidener Mann, dabei großzügiger Mäzen, der oft hätte persönlich ausgezeichnet werden sollen, dies aber zu Lebzeiten konsequent ablehnte.

Der Spendenscheck über 25 000 Euro bringt das Stauferfries des Künstlers Helmut Maximilian Ballehr ein großes Stück in der Umsetzung voran. Wie Allmuth Gruber-Ballehr und ihre Tochter erläuterten, werden nun alle Materialien bestellt. Einerseits, weil die Edelstahlplatten aus einer Charge stammen müssen, da sich sonst Unterschiede in Materialstärke und Bürstung zeigen könnten. Aber auch wegen rasant ansteigender Materialpreise, die das Projekt stark verteuern würden. Die Bestandsaufnahme zeigt, dass die aktuelle Spendensumme ausreicht für die Hälfte der Unterkonstruktion und die Hälfte der Figuren. Spenden sind also weiterhin nötig.

Im Gespräch erläuterte Professor Hubert Herkommer, dass der 14-jährige Konradin 1266 in der Weihnachtszeit in Schwäbisch Gmünd nach einer Übernachtung einen Brief unterzeichnet hat. Zweifel, ob das hier vor Ort wirklich stattgefunden hat, seien entstanden aus unterschiedlicher Übersetzung von „apud gamundia“. In diesem Falle, so Herkommer, sei das mit „in Schwäbisch Gmünd“ korrekt.

Die Planung für die Realisierung auf der Backsteinwand der Remsgalerie sieht vor, die gesamte Schiene, also Unterkonstruktion, auf einmal zu montieren. Dann sollen die Figuren des Fries’ nach und nach „wachsen“ bis zur Vollendung des Gesamtbildes.

Mehr Informationen zum Kunstprojekt und dem „Erwerb“ einzelner Figuren des Stauferfries durch Spenden gibt es online unter www.stauferfries.de.

Jetzt ist mit Konradin die wichtigste Figur des Stauferfries finanziert.“

Allmuth Gruber-Ballehr

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