30 Jahre Provisorium - nun Neubau?

Im Stadtteil Hardt könnte ein neuer Jugendtreff gebaut werden - kalkulierte Kosten: 420000 Euro

Schwäbisch Gmünd. Seit fast 30 Jahren ist der Jugendtreff Hardt im Keller: Was erst ein Provisorium sein sollte, ist zur Langzeiteinrichtung geworden. Jetzt soll der Jugendtreff einen Neubau bekommen - statt des Kellergeschosses in einem Haus in der Barnsleyer Straße.

Über die Planung wird der Sozialausschuss des Gmünder Gemeinderats am Mittwoch dieser Woche beraten. Der neue Jugendtreff soll direkt an den geplanten Freizeit- und Familienpark Hardt angrenzen. Der genaue Bauplatz für den Jugendtreff steht noch nicht fest, wichtig ist den Planern aber eine „zentrale Lage“ beim neuen Familien- und Freizeitparks - mit Verbindung zum Flüchtlingsdorf, dem Roll- und Bewegungsfeld, dem Multifunktionsspielfeld, dem Allwetterplatz und dem Berufschulzentrum.

Die Kosten für den Neubau werden derzeit mit 420 000 Euro veranschlagt. Wegen knapper Kassen hat sich die Stadtverwaltung auf die Suche nach Geld für das Projekt gemacht, der Neubau sei „nur mit finanzieller Hilfe durch Fördertöpfe oder Zuschüsse möglich“, diese Einschätzung hat die Verwaltung.

Geld von Land und Kreis

Wegen der Nachbarschaft zu den kreiseigenen Einrichtungen Flüchtlingsdorf und Berufschulzentrum will der Landkreis den Neubau des Treffs unterstützen, ein Zuschuss von 100 000 Euro ist dafür im Haushalt 2022 vorgesehen. Ob das Geld tatsächlich bereitgestellt wird, entscheidet aber der Kreistag.

Zusätzlich gibt es vom Land Baden-Württemberg eine Förderzusage in Höhe von 18 Prozent der Kosten der Stadt. Bei kalkulierten Gesamtkosten von 420 000 Euro, abzüglich des möglichen 100 000-Euro-Zuschusses vom Ostalbkreis, würde die Landesförderung bei gut 57 000 Euro liegen. Die Stadt Gmünd müsste dann noch rund 262 000 Euro finanzieren.

Info: Der Jugendtreff Hardt gehört zur offenen Kinder- und Jugendarbeit in Gmünd. Die Angebote sind für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 22 Jahren. Träger ist der Verein JuFuN, der Jugend-, Familien- und Gemeinwesenarbeit in den Stadtteilen Hardt und Oststadt macht. Im Verein sind Franz von Assisi gGmbH, die Katholische Arbeitnehmerbewegung, die Katholische Betriebsseelsorge, die Katholische Kirchengemeinde Gmünd, die Katholische Erwachsenenbildung, der Ostalbkreis und die Stadt Gmünd als dessen Träger dabei.

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