77 Veranstaltungen sollen den Nachwuchs ansprechen

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Mädchen und Jungenwochen
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Vom 11. April bis zum 8. Mai 2022 sind Mädchen- und Jungenwochen.

Schwäbisch Gmünd

Die Programme waren gedruckt“, erinnern Elke Heer und Heidi Machoan das Jahr 2020. „Dann kam Corona – und die Absage.“ Die Macherinnen derMädchenwochen in Schwäbisch Gmünd sind froh, dass endlich, nach zweijährigerPause, wieder zu den Mädchenwochen eingeladen werden kann. Zwischen dem 11.April und dem 8. Mai warten insgesamt 50 Angebote auf den weiblichen Nachwuchs.Facettenreich und vielfältig bieten sie Information, Mitmachaktionen,Schnupperkurse und vieles mehr. Wiederum die Jungs dürfen sich auf „ihre“Wochen im gleichen Zeitraum freuen. Sozialraumkoordinator Jugend, Kevin Döz,macht neugierig auf 28 Programmpunkte, die auf den männlichen Nachwuchszugeschnitten sind. Als Beauftragte für Chancengleichheit bei der Stadt SchwäbischGmünd macht Elke Heer deutlich, dass es einer „Balance“ zwischen geforderterGleichheit und gewünschter Differenz erfordert.

Die Saat legen

„Wir wollen uns unabhängigmachen von Geschlechterhierarchie und legen hierfür mit den Mädchenwochen seit32 Jahren eine Saat.“ Wie auch Heidi Macho versprach sie: „Und wir werdendranbleiben.“ Unterm Strich gehe es um „Selbstbestimmung“ sowohl für Mädchenund Frauen als auch für Jungen und Männer.

Die beiden Programmhefte wurden zwischenzeitlich an allen Schulenverteilt. Zudem liegen sie in den Bezirksämtern, in der Stadtbibliothek, derVolkshochschule und im i-Punkt in Schwäbisch Gmünd bereit. Dort können sich dieInteressierten auch ab Samstag anmelden und Karten kaufen, wie Machoinformiert.

Zum einen gibt es Programmpunkte für beide Geschlechter. Dennin beiden Heften findet sich beispielsweise das Theaterstück „Genderkram?!“ desTheaters Q-Rage“ oder auch Zopf backen. Außerdem betonen alle drei MacherInnen,dass, wer sich divers fühlt, sich gern bei allen Programmpunkten anmelden kann.Egal, ob bei den Mädchen oder bei den Jungen. „Wir wollen zusammenführen, nichtspalten“, verdeutlichen Döz, Heer und Macho.

Vielfältiger könnten die Angebote kaum sein. Da geht’s zumFußballtraining, wird Bogenschießen geübt, Sonnencreme und Seife selbsthergestellt, gibt’s Survival-Abenteuer im Wald, kann Kräuterkunde in Erfahrunggebracht werden und vieles mehr. Auch ein Ausflug in die Mercedes-Benz-Arenaoder etwa das Zaubern lernen steht auf dem Programm. Alle Angebote richten sichan die Altersgruppe ab sechs Jahren.

Raum bieten

„Geschlechteridentität ist wichtig“, betont Kevin Döz. Er istder Ansicht, dass das „Raum bieten“ für „gleichaltrige, gleichgeschlechtlicheund gleiche Aktivitäten“ wichtig ist.

Allgemein stellt Elke Heer fest, dass die Corona-Pandemiewieder aufgezeigt hat, „wie weit weg wir von Chancengleichheit sind“. Im Blickhatte sie hier den Umstand, dass viele Frauen im Homeoffice waren, sich umsHomeschooling der Kinder kümmerten und auch den Haushalt führten. „Darum sinddiese Mädchenwochen sehr wichtig.“ Wobei auch eingeräumt wird, dass die junge generation der Frauen und Mädchen mittlerweile emanzipierter ist: „Sie lassen sich nicht mehr so viel vorgeben.“ Anja Jantschik

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