800 Weihnachtswünsche erfüllt

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Die Geschenke der Wunschbaumaktion werden aus dem Fenster des Prediger-Refektoriums ausgegeben (v.l.): Inge Pfeifer von der Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement, Mitarbeiterin Martina Speth und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.
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Gerade können dank des Gmünder Wunschbaums wieder Geschenke an Bedürftige verteilt werden – und in diesem Jahr war die Spendenbereitschaft besonders groß.

Schwäbisch Gmünd

So schnell, wie in diesem Jahr, wurden die Wünsche am Gmünder Wunschbaum noch nie erfüllt. Und nicht nur das ist anders als in den vergangenen Jahren – während die Ausgabe der Geschenke sonst im Rathaus erfolgt, werden sie dieses Jahr aus dem Fenster des Refektoriums im Prediger ausgegeben. "Das werden wir auch in Zukunft beibehalten", sagt Inge Pfeifer von der Gmünder Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement. "Hier ist nicht alles so beengt."

Gemeinsam mit elf ehrenamtlichen Helfern und Martina Speth von der Stadtverwaltung setzt sie die Aktion um. Speth ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. "Es ist schon eine logistische Herausforderung", berichtet sie. "Die Geschenke müssen passen und es muss alles anonym bleiben, es gibt viele Listen."

Nichtsdestotrotz können die Mitarbeiter an diesem Montag und Dienstag die Geschenke an die etwa 800 Bedürftigen verteilen. Etwa 500 davon gehen an Kinder, die restlichen 300 an Senioren, wie Pfeifer erzählt. Zwar seien es nicht mehr Wünsche als in den vergangenen Jahren gewesen. "Aber wir haben eine zunehmende Zahl an bedürftigen Senioren", erläutert sie. Die wünschen sich, wie Pfeifer berichtet, vor allem Gutscheine, etwa für Apotheken oder Friseurbesuche. Herzhaftes zum Essen sei ebenfalls sehr beliebt. Auf den Wunschzetteln der Kinder stehen dagegen hauptsächlich Kleidung oder Spielzeug. "Man merkt wirklich die Not", betont Pfeifer, "es sind auch viele Sachen für den täglichen Bedarf dabei."

Bereitschaft größer denn je

Weil die Geschenke dieses Jahr aus dem Refektorium im Prediger verteilt wurden, standen die Helfer unter Zeitdruck. Wegen der Belegzeiten des Raums blieb dem Team kein zeitlicher Spielraum, die Geschenke mussten Anfang der Woche bereit zur Ausgabe sein. "Wir hatten schon Angst, dass wir es nicht rechtzeitig schaffen", sagt Martina Speth. Eine Sorge, die unbegründet war, wie sich im Nachhinein zeigt. "So schnell wie in diesem Jahr waren die Wünsche noch nie weg", berichtet der ehrenamtliche Mitarbeiter Peter Arnold.

Es waren dieses Mal besonders viele junge Menschen, die mitgemacht haben.

Inge Pfeifer, Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement

Auffallend bei der diesjährigen Wunschbaumaktion: "Es waren dieses Mal besonders viele junge Menschen, die mitgemacht haben", betont Inge Pfeifer. "Viele wollten dieses Jahr was Gutes tun", sagt Arnold. Andererseits haben bekannte Gesichter gefehlt. Das sei vermutlich der Tatsache geschuldet, dass viele ältere Menschen, die sonst Wünsche entgegennehmen, zur Risikogruppe gehören, wie das Team mutmaßt.

Ein Lkw voller Spenden

Neben den Geschenken liegen auch unzählige rote Weihnachtssäckchen auf den Gabentischen im Refektorium. "Da kam ein ganzer Lkw voll mit Obst, Schokolade und Getränken", berichtet Pfeifer. All das wurde vom Lebensmittelservice Drei König in Bettringen gespendet. Doch nicht nur dafür sind Inge Pfeifer und Martina Speth dankbar – sondern auch für die Hilfe der elf Ehrenamtlichen. "Ohne die würde es nicht gehen", so Pfeifer.

Diesen Montag und Dienstag werden die Geschenke an die Bedürftigen verteilt. Dass die Ausgabe gerade in den zwei Tagen vor dem harten Lockdown erfolgt, sei Zufall gewesen – oder Glück, wie die Beteiligten sagen. "Was dann gewesen wäre, weiß ich auch nicht", sagt Martina Speth. "Vielleicht hätten wir die Geschenke dann ausgefahren."

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