Abbruch am alten Forsthaus hat begonnen  

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Die graue Dachbedeckung ist nur noch die Dachpappe: Die Dachziegel sind schon entfernt am alten Forsthaus, bis Ende des Monats soll der Abriss beendet sein.
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Das Forschungsinstituts für Edelmetall und Metallchemie hat Baugenehmigung für geplanten Neubau.

Schwäbisch Gmünd. Die Dachziegel waren als erstes dran, bis zum Ende des Monats soll vom alten Forsthaus in der Katharinenstraße nichts mehr übrig sein. In dieser Woche hat der Abbruch des rund 130 Jahre alten Backsteingebäudes begonnen. „Wir haben die Baugenehmigung vorliegen“, sagt Dr. Andreas Zielonka, der Leiter des Gmünder Forschungsinstituts für Edelmetall und Metallchemie. Damit kann das Bauprojekt des FEM in der Katharinenstraße beginnen.

Laut Vertrag werde die Abbruchfirma bis zum Ende des Monats fertig sein. „Ich gehe aber davon aus, dass es sogar schneller geht“, sagt Zielonka. Danach sollen die Bauarbeiten für den geplanten Neubau nahtlos anschließen. „Wir sind voll im Zeitplan.“

An ihrem Plan hält auch eine Gruppe von Anwohnern des FEM fest: „Wir werden Klage einreichen beim Verwaltungsgericht Stuttgart“, bekräftigt Erich Hessenberger, Sprecher der Eigentümer in den Gebäuden des Mörikepark, die 2018 östlich des Forschungsinstituts errichtet worden sind. Das habe die Eigentümerversammlung mit großer Mehrheit beschlossen, so Hessenberger. Zudem seien für etwaige Prozesskosten 20  000 Euro zurückgelegt worden.

Andreas Zielonka hatte sich in den vergangenen Monaten stets optimistisch geäußert zu den Neubauplänen: „Wir halten uns an alle Vorschriften, und es gibt keinerlei Emissionen.“ Das Forschungsinstitut will neben seinen bisherigen Gebäuden das Innovationslabor K 15 (kurz für Katharinenstraße 15) bauen. Rund 14 Millionen Euro soll der Neubau kosten mit etwa 3000 Quadratmeter Nutzfläche im vierstöckigen Gebäude, 50 Arbeitsplätze sollen dort geschaffen werden. Die Architektur ist so geplant, dass die unteren beiden Stockwerke ein Stück zurück gerückt sind von der Straße, um dort Parkplatzflächen zu haben. Zudem soll der Neubau im Vergleich mit dem alten Forstamt weiter von der benachbarten Wohnbebauung in der Katharinenstraße weggerückt sein. 

Für den Erhalt des alten Forsthauses hatte sich die Bürgerinitiative „Lex Gamundia - pro Gamundia“ ausgesprochen und gepocht auf „eine Stadtentwicklung, die einer beispielhaften historischen Bausubstanz mit Respekt begegnet“.

Wasserstoff - wichtiger denn je

FEM-Chef Zielonka, dessen Institut unter anderem an Wasserstoff-Technologien forscht, betont die Bedeutung des Bauprojekts vor dem Hintergrund der aktuellen globalen Energiesituation nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs. „So tragisch und grausam die Umstände sind: Die extreme Bedeutung der Themen, an denen wir arbeiten, stellt sich noch einmal in einem anderen Licht dar.“ Bernd Müller

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