AfD-Abend ein Spiel mit dem Feuer

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OB Richard Arnold nennt die AfD-Veranstaltung am Sonntag eine bewusste Provokation.

Schwäbisch Gmünd. "Wir sind der Hotspot des Ostalbkreises", sagt Oberbürgermeister Richard Arnold am Mittwochabend im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats hinsichtlich der aktuellen Corona-Fälle in Schwäbisch Gmünd. Ausgerechnet in dieser Lage wolle der AfD-Kreisverband Ostalb am kommenden Sonntag, 24. Januar, im Congress-Centrum Stadtgarten (CCS) eine Wahlveranstaltung mit 100 Leuten abhalten. "Es ist der falsche Ort zum falschen Zeitpunkt und das völlig falsche Signal", betont der Oberbürgermeister. Die AfD provoziere bewusst, indem sie die Veranstaltung ausgerechnet hier verorte. Auch die Uhrzeit am Sonntag sei bewusst gewählt: Ab 18.30 Uhr ist Einlass, um 19.15 Uhr Beginn – kurz bevor um 20 Uhr die Ausgangsbeschränkungen gelten.

Appell: nicht hingehen

Es gebe zwar ein Hygienekonzept für die Veranstaltung, wie es vorgeschrieben sei, doch "nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist sinnvoll", sagt Richard Arnold: "Ich halte das für ein Spiel mit dem Feuer." Und: "Ich appelliere an alle, da nicht hinzugehen." Auch für Gegendemonstrationen gebe es andere Formate als unmittelbare Präsenz. Doch eine Gegendemonstration mit 500 Teilnehmern sei bereits angemeldet.

Protest in mehreren Formen

"Wir hätten uns sehr gewünscht, dass die Stadt den Schritt für eine gerichtliche Auseinandersetzung zur Verhinderung der AfD-Veranstaltung gewagt hätte und somit ein Protest in diesen Zeiten nicht notwendig wäre", teilt das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus" als Organisator der Gegendemonstration mit. Die Kundgebung beginnt um 18 Uhr am CCS. Wer vor Ort teilnehme, bekomme kostenlos eine FFP2-Maske. Die Abstände von drei Metern zwischen den Teilnehmern werden markiert. Für alle, die nicht vor Ort teilnehmen können oder wollen, gebe es die Möglichkeit, via "Dummys" Präsenz zu zeigen. Für deren Gestaltung könne jeder bis Freitag um 12 Uhr Fotos oder Sprüche per E-Mail an info@aufstehen-gegen-rassismus-ostalb.de senden. Fertige Schilder nimmt die IG Metall bis Freitag um 12 Uhr zu den üblichen Öffnungszeiten im Türlensteg 32 in Gmünd entgegen. Wer eine maximal fünfminütige Audiobotschaft loswerden will, sendet diese bis Freitagmittag an kerstin.paetzold@dgb.de.

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