AfD will „Politik der Vernunft“

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Dr. Malte Kaufmann, Bundestagskandidat aus Heidelberg, sprach beim Wahlkampf der AfD im Gmünder Stadtgarten.
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Wahlkampfauftakt der AfD im Gmünder CCS Stadtgarten: Kritik an der Corona-Politik, an „Massenmigration“, Entwicklungs- und Klimapolitik - und den Grünen als „Verbotspartei“.

Schwäbisch Gmünd

Ein Landtagsabgeordneter, drei Bundestagskandidaten: Beim Wahlkampfauftakt der AfD im Gmünder CCS Stadtgarten vor rund 40 Zuhörern machten die AfD-Politiker deutlich, worin sich ihre Partei von den „Altparteien“ unterscheide. Die Themen Corona-Politik und Migration nahmen breiten Raum ein in den Reden des Gmünder Landtagsabgeordneten Ruben Rupp und Dr. Malte Kaufmann, Bundestagskandidat in Heidelberg.

Der Böblinger Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier, der im Bundestag dem Ausschuss für wirtschaftliche Entwicklung angehört, prangerte an, was aus seiner Sicht falsch läuft in der Entwicklungspolitik der Bundesregierung. Andreas Wörner, Ostalb-Kreisrat und AfD-Bundestagskandidat im Wahlkreis Backnang/Schwäbisch Gmünd, sprach Themen wie Verkehr und Schulen an.

In beiden Bereichen zeige sich: „16 Jahre Merkel lassen das Land in einem bedenklichen Zustand zurück. Deutschland wird immer weiter von den Spitzenplätzen verdrängt, wir werden immer weiter durchgereicht, so können wir unseren Wohlstand und unsere Lebensweise nicht erhalten“, so Wörner. „Wir brauchen eine Politik der Vernunft, nicht der Ideologie.“

„Impfpflicht durch die Hintertür“

Vernünftige Politik in der Corona-Pandemie sehe anders aus als die in Deutschland, betonten Rupp und Kaufmann. „Ich habe mich noch nicht impfen lassen, und will es auch nicht tun, aus persönlichen Erwägungen“, sagte Kaufmann. Nun sei er kürzlich „aus dem Urlaub in Italien in ein Land der Impf-Apartheid zurückgekehrt“. Die Bundesregierung führe durch ihre Politik eine „Impfpflicht durch die Hintertür“ ein, so Ruben Rupp. „Wir sind die einzige Partei, die sich dagegen stellt.“

Es gebe viele Themen, die gar nicht angesprochen würden in Deutschland - die decke die AfD auf, sagte Malte Kaufmann. Etwa das „Thema Massenmigration“. Merkel sei demnächst weg, „aber die Politik der grenzenlosen Migration geht ja weiter“. Und Kaufmann weiter: „Wir wollen Begrenzung und radikale Umkehr.“ Auch die Lage in Afghanistan war ein Thema: „Millionen Afghanen haben jetzt Fluchtabsichten“, so Kaufmann, die Hälfte wolle nach Deutschland.

Markus Frohnmaier nannte Beispiele der deutschen Entwicklungspolitik, die aus seiner Sicht „Verschwendung von Steuergeldern“ sind. In Afghanistan sei nichts anderes passiert: „Afghanistan zeigt das Scheitern des westlichen Interventionismus, darum bleiben wir daheim und kümmern uns um unser eigenes Land.“

Von den politischen Gegnern wurden die Grünen mit Abstand am häufigsten attackiert: „Ganz schlimm“ wäre es, wenn Annalena Baerbock Kanzlerin würde, so Kaufmann - „von dieser Grünen Verbotspartei“. Privat gehe vor Staat, „der Staat hat in das Privatleben nicht reinzupfuschen“. Kaufmann weiter: „Die Energiewende führt zu extrem hohen Strompreisen“, die Abschaltung moderner deutscher Kohlekraftwerke sei falsch - „während in Asien hunderte neuer Kohlekraftwerke gebaut werden“.

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