Aktion soll die Gmünder Innenstadt retten

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Gmünder Innenstadt
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Stadt plant Maßnahmen im nächsten Jahr. OB Arnold: Corona-Politik einseitig ausgerichtet.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt will im Frühjahr und Sommer eine Aktion zur Wiederbelebung der Innenstadt starten, da dieser Bereich - wie in anderen Städten auch - „dramatisch“ geschädigt werde. Das kündigten Oberbürgermeister Richard Arnold und der Geschäftsführer der Touristik und Marketing GmbH, Markus Herrmann, am Mittwoch im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats an. Arnold kritisierte deutlich, dass Bund und Land ihre Corona-Maßnahmen einseitig ausrichteten. Durch die Kontaktbeschränkungen würden die Innenstädte sterben und damit letztlich die Demokratie.

Angestoßen hatte das Thema BL-Stadträtin Brigitte Abele mit ihrer Frage, wie es den Weihnachtsmarkt-Beschickern gehe, die ihre Stände nun in leerstehenden Ladenlokalen im Zentrum weiterbetreiben. „Den Umständen entsprechend gut“, antwortete der OB. Aber durch die Absage des Weihnachtsmarkts seien eben weniger Menschen unterwegs. Wenn die Stadt nichts gegen den extremen Passantenschwund tue, „wird sich die Innenstadt dramatisch verändern“, so Herrmann. Arnold sieht durch die seiner Ansicht nach einseitig ausgerichtete Corona-Politik einen Schaden für das Zusammenleben. Er ist überzeugt, dass auch das Sterben der traditionellen Gasthöfe auf dem Land durch diese Politik zunimmt. Die Stadt begrüße deshalb ausdrücklich jegliche Aktivität der Gastronomen in der Stadt - auch auf öffentlicher Fläche.

Richard Arnold kritisierte auch die abrupte Änderung der Corona-Verordnung durch die Landesregierung am Wochenende als „sehr verunglückt“. Gleichzeitig habe er auf seinen Vorschlag, die Weihnachtsmarkt-Beschicker für den Ausfall des Marktes zu entschädigen, noch nicht einmal eine Antwort bekommen.

Die neuen Regeln am Wochenende seien „eine Zumutung“ gewesen, meinte auch der Erste Bürgermeister Christian Baron. Die Stadt werde „in aller Ruhe“ prüfen, wie sie diese Neuerungen umsetzt. Sie habe da Ermessensspielraum. Baron informierte die Ausschussmitglieder über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie. Für Mittwoch meldeten die zuständigen Behörden 731 Neuinfektionen in Gmünd. Diese Zahl liege auf sehr hohem Niveau, doch die Kurve zeige nach unten.

Das liegt nach Barons Überzeugung auch an dem massiven Impf-Angebot in Gmünd. Vereinzelt lange Wartezeiten für Impfwillige seien inzwischen wieder abgebaut. Und „die Nachfrage steigt deutlich.“ wof

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