Alle Tickets weiterhin im Reisezentrum

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Im Reisezentrum am Gmünder Bahnhof gibt's weiterhin Tickets für den Fern- und den Nahverkehr. Dies war lange nicht gewiss.
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Die Zusage ist da: Der künftige Remsbahn-Betreiber Go-Ahead wird im Gmünder Bahnhof wie die Deutsche Bahn bislang Fahrkarten für den Nah- und den Fernverkehr verkaufen.

Schwäbisch Gmünd

Das Reisezentrum am Gmünder Bahnhof bietet auch künftig Fahrkarten für den Nah- und Fernverkehr. Dies sagte am Freitag auf GT-Anfrage Erik Bethkenhagen, Sprecher des britischen Unternehmens Go-Ahead, das am 9. Juni den Nahverkehr auf der Remsbahn übernimmt. Go-Ahead habe die Lizenz für den Verkauf der Tickets für den Fernverkehr bei DB-Vertrieb beantragt, der Vertriebsgesellschaft der Deutschen Bahn. DB Vertrieb habe Go-Ahead die Lizenz bis zum 31. März zugesagt, sagte Bethkenhagen.

Die Vorbereitungen für den Start von Go-Ahead auf der Remsbahn liefen gut, sagte Bethkenhagen weiter. In Stuttgart sei Go-Ahead mittlerweile mit mehr als 30 Personen präsent. Aktuell bilde Go-Ahead mehr als 100 Leute aus. Go-Ahead sucht Lokführer und Kundenbetreuer. Mittlerweile erhalte das Unternehmen immer mehr Bewerbungen von DB-Mitarbeitern.

Mit der Übernahme der Remsbahn durch Go-Ahead kündigte Bethkenhagen "mehr Pünktlichkeit, mehr Komfort und mehr Zuverlässigkeit" an. Vom 9. Juni an werden die Züge nach Stuttgart mit Halt an allen Stationen montags bis samstags tagsüber im 30-Minuten-Takt verkehren, sonntags im 60-Minuten-Takt, erläuterte Bethkenhagen. Zudem verkehre alle zwei Stunden der Express von und nach Karlsruhe mit Halt in Aalen, Gmünd, Schorndorf und Stuttgart. Der IC werde weiter in den Stunden dazwischen mit Halt in Aalen, Gmünd und Stuttgart zwischen Karlsruhe und Nürnberg verkehren.

In der IC-Strecke Nürnberg-Karlsruhe sehen wir großes Potenzial.

Oliver Hillinger, Verkehrsministerium

Neben dem Reisezentrum gibt es am Gmünder Bahnhof auch Fahrkartenautomaten. Dass es im Reisezentrum weiterhin Fahrkarten für den Nah- und Fernverkehr geben soll, ist auch Bürgermeister Dr. Joachim Bläses Kenntnisstand. Er hatte sich dafür stark gemacht. "Glücklich" sei er aber erst, wenn auch DB Vertrieb ihm die Lizenzerteilung bestätigt habe.

"Wir begrüßen eine Lösung, die einen Verkauf von Fernverkehrstickets am Bahnhof Gmünd durch Go-Ahead künftig ermöglichen wird", sagte Oliver Hillinger vom Landesverkehrsministerium. Die IC-Strecke Karlsruhe - Nürnberg sei eine Verbindung mit "großem Potenzial".

Wer Go-Ahead ist

Go-Ahead Baden-Württemberg wurde im Februar 2017 als Tochter der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland gegründet. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Stuttgart. Go-Ahead Baden-Württemberg befördert Personen per Bus und Bahn, vornehmlich in Baden-Württemberg und angrenzenden Bundesländern. Go-Ahead betreibt in Deutschland ab 2022 Schienennetze mit etwa 20 Millionen Zugkilometern.

Die Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland ist eine Tochter des britischen Unternehmens Go-Ahead. In Großbritannien befördert Go-Ahead rund 30 Prozent aller Bahnreisenden und durch regionale Busgesellschaften täglich über zwei Millionen Passagiere.

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