Alles war geboten in diesem nassesten April seit 1994

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Wetter am 24.4.2022 Dauerregen am Blütenfest

Langfristbeobachtung analysiert große Vielfalt im Brückenmonat zwischen Spätwinter und Frühsommer.

Schwäbisch Gmünd. Der April 2022 bot alles auf, was ein Brückenmonat zwischen Spätwinter und Frühsommer aufbieten kann: Er zeigte sein launisches und buntes Gesicht mit stürmischen Episoden, mit regionalen Starkschneefällen, tiefen Nachtfrösten und ersten Frühlingstagen.

Um den 12. April setzte sich dann aber eine stabile und trockene Witterung durch. Es folgte ein sonniges Osterfest, so konnten Flora und Fauna erwachen. Am Ende des Monats läutete ein Tief über dem Süden eine Starkregen- und Gewittersaison ein.

Mit einem Mittel von 8,8 Grad Celsius war der April 2022 im Vergleich zur langjährigen Norm von 1961 bis 1990 um 0,7 Grad zu warm. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 war er aber um ein ganzes Grad zu kalt, dabei aber fast 2 Grad wärmer als der Minus-Rekordapril im Jahr 2020.

Die Tagesmittel der Lufttemperatur lagen zwischen 0,2 Grad am 2. April (6 Grad zu kalt) und 15,2 Grad am 13. (7 Grad zu warm). In Schwäbisch Gmünd gab es fünf Frühlingstage mit 20 Grad Höchstwert und darüber, zwei Tage weniger als üblich, wobei am 13. mit 24,2 Grad der höchste Werte gemessen wurde.

Beim Niederschlag gab es besonders im Gmünder Raum und Teilen des Schwarzwalds bis an das Doppelte der normalen Regenmenge. In Schwäbisch Gmünd wurden mit 118 Millimetern 185 Prozent der Norm erreicht. Damit gab es den nassesten April seit 1994, als mit 185 Millimetern der bisher regenreichste April war. Am meisten Niederschlag gab es mit 31 Millimetern am 24. April.

Der lang anhaltende Schneefall vom 1. auf den 2. April war auch eine Rarität, die schon lange nicht mehr beobachtet wurde. Im Gegensatz zum vergangenen Winter gab es sogar im Gmünder Talkessel zeitweise eine über 4 cm hohe Neuschneedecke.

Nachdem 2021 die Zahl der Frosttage bei rekordhaften 13 Tagen lag, waren es diesen April nur sechs Frosttage, ein Tag mehr als gewöhnlich. So konnte sich die Vegetation weitaus besser entwickeln, die 2021 durch mehrfache Kälteabschnitte schwer verzögert wurde. Am kältesten war es am 4. April mit einem Tiefstwert von -6,3 Grad.

Die Sonne schien im April 198 Stunden, das waren 125 Prozent der Norm, wobei vom 28. mit 13,5 Stunden die längste Scheindauer registriert wurde. Martin Klamt

Wetter am 4.4.2022
Gewitter mit Hagel am 8.4. 2022
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Wetter am 24.4.2022 Dauerregen am Blütenfest
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