Altersgenossenvereine stehen schon in den Startlöchern

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Altersgenossenvereine hoffen darauf, dass in diesem Sommer wieder die Hymne „Alois“ unterm Turm gesungen werden kann.
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Nach Ausfällen und Verschiebungen in den Vorjahren setzen sie 2022 auf einen Festsommer ohne Einschränkungen. 2023 ein Jubiläumsjahr.

Schwäbisch Gmünd

Auf einen „Neustart ohne Beeinträchtigungen“ setzen Oberbürgermeister Richard Arnold und der Dachverband der Altersgenossenvereine in Schwäbisch Gmünd. Sie trafen sich jetzt zu einer ersten Abstimmung über die Altersgenossenfeste. Der Festsommer 2022 soll anders verlaufen als in den beiden Vorjahren, sagt Dachverbands-Vorsitzender Gerhard Bucher. „Wir planen die Feste in vollem Umfang“, sagt er und will mit den Altersgenossen erstmals wieder ein Aloisle-Fest feiern.

2020 und 2021 mussten die Mitglieder darauf verzichten, nun soll es eine Woche vor dem 40er-Fest am Freitag, 3. Juni, im Congress Centrum Stadtgarten über die Bühne gehen. In bewährter Form, mit Vorstellung der diesjährigen Vierziger des Altersgenossenverein 1982 und den weiteren Vereinen mit der zwei am Ende der Jahreszahl. 

Nach Worten Gerhard Buchers geht die Stadtverwaltung davon aus, dass der Auftakt der Jahrgangsfeste am 11. Juni zusammen mit dem Gmünder Stadtfest gefeiert werden kann. „Ganz traditionell“, sagt dazu die Vorsitzende des AGV 1982, Mareike Duschek.  Vorstand und Mitglieder seien schon fest am Planen und „wir hoffen, dass wir ohne Einschränkungen feiern können“. Traditionell bedeutet, dass am Donnerstag vor dem Fest ein Begrüßungsabend stattfindet, am Samstag Festzug, Knälle und Gottesdienst im Münster folgen. Ein Festabend steht auf dem Plan wie eine Blaufahrt am Montag danach. Aktuell überlegen sich die 1982er noch ein Motto für das Festwochenende.

Fest im Blick haben sie einen Festzug mit Musik und einem geschmückten Motto-Wagen. „Und wir hoffen natürlich auch auf ein schönes Aloisle-Fest“, so Duschek. Mit rund 40 Mitgliedern ist der Festverein wieder größer als Jahrgänge davor.   An dem Samstagen bis zum 16. Juli werden dann die weiteren runden Jahrgänge auf dem Gmünder Marktplatz erwartet, wo sie gemeinsam mit vielen Besucherinnen und Besuchern unterm Johannisturm die Altersgenossenhymne „Alois“ singen können.

Corona hat die Feste seit 2020 durcheinandergewirbelt. Der AGV 1971, der im Sommer kein 50er-Fest feiern konnte, möchte dies nun nachholen und am Samstag, 18. Juni, gemeinsam mit den 50ern dieses Jahres am Festzug teilnehmen. Die 80er konnten 2021 als einziger Verein zum regulären Termin im Juli feiern, die 40er- und 60er haben das im Herbst nachgeholt. Zum Abschluss der Festwochenenden soll in diesem Jahr auch wieder ein Sommerfest am Turm stattfinden. Den genauen Termin wollen die Beteiligten in den nächsten Wochen festlegen.

Die Altersgenossentradition, das begeistert Gerhard Bucher, hat trotz der Einschränkungen nicht nachgelassen. „Wir konnten vergangenes Jahr zwei neue Vereine bei der Gründung unterstützen“, sagt er. So wurde im späten Frühjahr der AGV 1990 aus der Taufe gehoben, nach den Sommerferien der AGV 1991. Beide Vereine konnten stark starten, haben schon 40 oder mehr Mitglieder. Im kommenden April will der Dachverband den Jahrgang 1992 einladen und die Vereinsgründung begleiten. Im Blick hat Gerhard Bucher aber schon das Jahr 2023. Dann feiert die Altersgenossentradition in Schwäbisch Gmünd das 160-jährige Bestehen. „Das werden wir entsprechend feiern und einen Höhepunkt anstreben.“ Die Idee, eine Aloisle-Skulptur schaffen zu lassen und sie in der Stadt zu platzieren, soll dann realisiert werden.  

Wir hoffen, dass wir ohne Einschränkungen feiern können.“

Mareike Duschek,, Vorsitzende des AGV 1982
  • Feste mit langer Tradition
  •  Altersgenossenfeste feiert Schwäbisch Gmünd seit 1863. Damals traf sich der Jahrgang 1813 zum 50er-Fest im „Pfauen“. Schon bald schlossen sich andere Jahrgänge an und verlegten den Festzeitpunkt in den Sommer. Die Festtradition, zu der vor Corona samstags tausende Gmünder und Touristen in die Stadt kamen, ist inzwischen „immaterielles Kulturerbe“ und  durch die UNESCO geadelt.
AGV Hut

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