Schulen: Am Montag kehrt die Präsenz zurück

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80 000 Tests hat die Stadt Schwäbisch Gmünd für die Bildungseinrichtungen gekauft. Vom Feuerwehrhaus aus wurden sie an die Einrichtungen verteilt. Im Bild (von links) Ann-Kathrin Märtz, Daniel Weiss, Thomas Kolb und Daniel Maier.

Zunächst gilt das für die Grundschulen. Weiterführende Schulen sind noch einige Tage im Wechselunterricht. Stadt kauft 80 000 Schnelltests.

Schwäbisch Gmünd

Auch wenn die Inzidenz im Kreis am Freitag unter die wichtige Marke 50 gefallen ist: Auf den Schulbetrieb, der am Montag nach den Pfingstferien wieder starten wird, hat das zunächst keine Auswirkungen. „Zum einen, weil der Inzidenzwert erst einen Tag bei 49 liegt, zum anderen, weil die Landesregierung die neue für die Schulen geltende Verordnung erst am Sonntagabend übermitteln wird“, sagt Markus Herrmann, Pressesprecher der Stadt Schwäbisch Gmünd. Er rechnet damit, dass „sich das im Lauf der kommenden Woche ändern wird“.

So starten die Schulen erst einmal in eine Zweiklassen-Gesellschaft. Grundschulen, Grundschulförderklassen und Grundstufen der Sonderpädagogischen Bildung kehren komplett zum Präsenzunterricht unter Pandemiebedingungen zurück. Für alle weiterführenden Schulen ab Klasse fünf steht der Wechselunterricht auf der Tagesordnung.

Nach der noch geltenden Corona-Verordnung ist für einen Präsenzunterricht in allen Klassenstufen ein Inzidenzwert von unter 50 an fünf Werktagen notwendig. „Wir werden prüfen, ob bei allgemein sinkender Inzidenz Änderungen möglich sind“, sagt Benedikt Reinhard, Pressereferent im Kultusministerium. Was genau in der neuen Verordnung für Schulen stehen wird, ist noch offen. Als sicher gilt, dass Tests für Schüler künftig 60 Stunden gültig sein werden. „Aber wir bleiben bei zwei Tests pro Woche“, so der Ministeriumssprecher.

Unterdessen sind die Vorbereitungen für den Schulbeginn abgeschlossen. Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat als Schulträger vor allem für eine ausreichende Menge an Schnelltests gesorgt. „In dieser Woche wurden 80 000 Einheiten angeliefert und nach Plan an die Schulen und Kitas verteilt“, sagt Klaus Arnholdt, Leiter des Amts für Bildung. Berücksichtigt wurden dabei auch Einrichtungen privater Schulträger, etwa St. Loreto. Damit sei Schwäbisch Gmünd für sechs Wochen versorgt. Nicht alle der 7000 Schülerinnen und Schüler müssen den Test zweimal wöchentlich abliefern. Wer im Wechselunterricht die Woche zuhause verbringt, wird nicht getestet. Für alle anderen gilt die Testpflicht und auch die Pflicht, Masken zu tragen. „Damit erreichen wir eine hohe Sicherheit an den Einrichtungen“, betont Klaus Arnholdt und verweist darauf, dass „bei Lehrern inzwischen schon eine hohe Impfquote erreicht ist“.

Daniela Maschka-Dengler, Schulleiterin der Friedensschule, schätzt den Anteil Geimpfter unter dem Kollegium auf 80 Prozent, „die Hälfte davon ist auch schon zwei Mal geimpft“. Sie startet am Montag mit einem guten Gefühl. „Es freut mich, dass wieder Präsenz möglich ist“, sagt sie und hofft auf eine baldige Präsenz für alle Schüler. Tests würden den Schulalltag sicher noch eine Weile begleiten.

„Die sind nicht freiwillig, sondern für alle erforderlich, die die Schule betreten“, sagt Bernd Gockel, Leiter des Scheffold-Gymnasiums in Schwäbisch Gmünd. Verweigere sich eine Schülerin oder ein Schüler dem Schnelltest, bleibe nur eine abgemagerte Form des Homeschooling übrig. „Wenn Lehrerinnen und Lehrer wieder in Präsenz unterrichten, stehen sie nicht fürs Homeschooling zur Verfügung.“ Dann gebe es zuhause keinen Unterricht, sondern nur begrenzte Informationen. „Aber“, so Bernd Gockel“, „bis jetzt verweigern sich nur ganz wenige dem Test und der Maske“. Ausnahmen gibt es natürlich auch in diesem Fall: „Klassenarbeiten können nur in Präsenz geschrieben werden.“ Einzig beim Abitur gab es den freiwilligen Corona-Test. „Damit sollte verhindert werden, dass bei einem vielleicht fälschlicherweise angezeigten positiven Schnelltest Schüler vom Abi ausgeschlossen werden“, sagt Klaus Arnholdt.

Auch wenn sich die Schulen wieder füllen, eine völlige Rückkehr zur Normalität ist es noch nicht. Die verbleibenden sieben Wochen bis zu den Sommerferien sollen nicht zu Stresswochen für die Schüler werden. „Für die Notenfindung müssen dann auch weniger Klassenarbeiten genügen“, betont Daniela Maschka-Dengler. Wenn sonst gute Schüler in diesem Jahr abgesackt sind, werde man die Versetzung nicht aufs Spiel setzen. Kinder und Jugendliche sollten wegen Corona keine Nachteile haben. „Anders ist es mit der freiwilligen Wiederholung, die ist natürlich möglich“, so die Schulleiterin. Vereinzelt hätten Eltern der Gemeinschaftsschule schon nachgefragt und „es finden dazu auch einige Gespräche statt“. In manchen Fällen mache eine Wiederholung Sinn, aber die durch Corona bedingten Wissenslücken seien oft kleiner als in der Öffentlichkeit dargestellt.

Damit erreichen wir eine hohe Sicherheit.“

Klaus Arnholdt,, Leiter Amt für Bildung

Test soll auch in der Freizeit gelten

Die schon ab kommender Woche 60 Stunden lang geltenden Schnelltests an Schulen sollen künftig auch im Alltag nutzbar sein. Das will die Landesregierung und gibt mit der neuen Corona-Verordnung vor, dass Schulen entsprechende Nachweise ausstellen, wie Benedikt Reinhard, Pressereferent im Kultusministerium sagt.. So können Schülerinnen und Schüler auch Angebote im außerschulischen Sport, in der Musikschule wahrnehmen oder das Freibad besuchen.

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