Am Museum begegnen sich Rabe und Einhorn

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Hubert Minsch, Rainer Reusch und Wolfgang Leidig als Vertreter des Lions-Clubs (v. l.) mit dem Kunstwerk.
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Künstlerische Arbeit weist den neuen Weg ins „schattenreich“. In zwei Wochen Eröffnung.

Schwäbisch Gmünd. Rabe und Einhorn begegnen sich nun im Mohrengässle in Schwäbisch Gmünd. Der Rabe, seit fast 40 Jahren Symbol für das Schattentheater, ist mit der Einrichtung des neuen Museums endgültig in der Stadt angekommen.

Am Eingang zum Museum hängt seit Donnerstag eine große Metallplastik des Künstlers Alfons Holtgreve mit den stilisierten Figuren. Museums-Initiator Rainer Reusch freut sich über dieses äußere Zeichen, das viel zu bedeuten habe: Der Rabe ist in der Mythologie Überbringer des Lichts, ohne das kein Schatten zu sehen wäre. Auf dem Kunstwerk gesellt sich der Rabe neben das Wappentier der Stadt, das Einhorn. Für Rainer Reusch war es klar, dass nur Alfons Holtgreve dieses äußere Zeichen des Museums gestalten kann. Der Künstler habe das Schattentheater in Gmünd von Anfang an ganz ehrenamtlich unterstützt. Alfons Holtgreve war Mitte der 1990er-Jahre auch mit einer Ausstellung in Schwäbisch Gmünd vertreten. Der Künstler und Designer gilt als Meister stilisierter Darstellungen, der die räumlichen Möglichkeiten dieser Flächenkunst ausschöpft, der den Scherenschnitt in die Kunst integrierte. Er war Gastprofossor an der Universität Kassel, ist im Bereich Illustration weit vertreten. Unterstützt wird das Schattentheater-Museum in diesem Fall vom Lions-Club Schwäbisch Gmünd-Aalen-Ellwangen, der für den künstlerischen Hinweis aufs Museum „schattenreich“ 1500 Euro zur Verfügung stellt. Nach Worten des aus Weiler stammenden und in Ellwangen wohnhaften Reinhold Elser, Vorjahrespräsident des Lions-Clubs, passt dieses Projekt in das Lions-Spendenspektrum. Die Förderung der Kultur sei dort ebenso festgeschrieben wie die Unterstützung der Jugend.

Auf mehreren Ebenen erhalten Besucher im neuen Museum Einblicke in Geschichte und Gegenwart des Schattenspiels, erleben in einem interaktiven Bereich hautnah, wie sich Schatten verhalten. Dazu kommt ein großes historisches Kellergewölbe unter dem Neubau. Dort sind Veranstaltungen möglich, auch Präsentationen des Vereins „Sandtogether“, der aus der Gmünder Schattenszene hervorgegangen ist. Ab 10. Oktober sind die im ersten Bauabschnitt fertigen Räume zu sehen, weitere folgen nächstes Jahr, spätestens zum Start des Schattentheater-Festivals am 7. Oktober 2022.

Kuno Staudenmaier

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