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Angebote, damit sich Kinder aus der Ukraine sicher und angenommen fühlen

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Von: Julia Müller

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Tanja Rost, Alice Chlebosch, Lena Haas-Möldner und Christian Baron (von links) stellen vor, welche Inklusionsangebote sie für Kinder aus der Ukraine und aus Schwäbisch Gmünd planen.
Tanja Rost, Alice Chlebosch, Lena Haas-Möldner und Christian Baron (von links) stellen vor, welche Inklusionsangebote sie für Kinder aus der Ukraine und aus Schwäbisch Gmünd planen. © Müller, Julia

Der Verein zur Förderung der Inklusion in Schwäbisch Gmünd macht Angebote für ukrainische Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, an denen auch Gmünder teilnehmen sollen.

Schwäbisch Gmünd

Zunächst ging es darum, den Menschen aus der Ukraine hier ein Dach über dem Kopf zu geben, sagt Erster Bürgermeister Christian Baron über die gut 1000 Flüchtlinge aus der Ukraine, die mittlerweile in Schwäbisch Gmünd leben. Die nächsten Schritte waren, ihnen Sprachkurse zu geben, sie in den Kindergärten und Schulen zu integrieren und sie dann in die Musikschule und in die Sportvereine einzubinden. Jetzt steht die nächste Stufe an: Der Verein zur Förderung der Inklusion in Schwäbisch Gmünd macht Angebote für ukrainische Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, an denen sich im Sinne der Inklusion ausdrücklich auch Kinder und Jugendliche von hier beteiligen sollen.

Die Aktion Mensch bezahlt dem Verein für das Projekt namens „Join us Ukrainians“, das dieses Jahr läuft, 90 000 Euro Fördermittel, berichtet Gmünds Inklusionsbeauftragte Tanja Rost. Mit dem Geld organisieren sie sowie Alice Chlebosch und Lena Haas-Möldner vom Verein zur Förderung der Inklusion in Schwäbisch Gmünd Angebote, die das Leben von Kindern und Jugendlichen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen einfacher machen. Dabei geht es etwa darum, sie und ihre Eltern bei Fragen der Gesundheit oder bei Förderantragen zu unterstützen und ihnen psychosoziale Beratung zu vermitteln. Ziel dabei ist, dass die Kinder und Jugendlichen das Erlebte besser verarbeiten können und dass sie sich wieder sicher fühlen. Die Beratungen laufen je nach Bedarf in Einzelsitzungen oder in kleinen Gruppen, sagt Alice Chlebosch, die diese Coachings vermittelt.

Zudem wird es offene Begegnungs-, Sport- und Kreativangebote geben, kündigt Lena Haas-Möldner an, etwa einen Rollstuhlparcours. Aber auch schon vorhandene Angebote im Stadtgebiet sollen für die Zielgruppen geöffnet werden. Damit dies gelingt, organisiert der Verein unter anderem, dass Dolmetscher dabei sind. Wie wichtig das ist, erfuhren die Organisatorinnen bei der Auftaktveranstaltung Anfang März im Jugendhaus. Eine Mutter von zwei Kindern im Alter von acht und elf Jahren wollte wissen, ob jemand im Jugendhaus ins Ukrainische übersetzen kann, berichtet Tanja Rost. Falls Dolmetscher da sind, werden ihre Kinder dort öfter Angebote wahrnehmen. Auch der Vater eines gehbehinderten Sohnes ist gekommen, um zu erfahren, welche Angebote es in Schwäbisch Gmünd für Kinder im Rollstuhl gibt.

Eine Auswahl an Aktionen:

Diese Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine und von hier, mit und ohne Behinderung, stehen in den kommenden Wochen an:

Einen Rollstuhlparcours gibt es am Donnerstag, 30. März, ab 15 bis 16.30 Uhr in der Franziskus-Sporthalle. Anmeldung unter der Nummer 0176-34435394.

Die Feuerwehr stellt sich am Mittwoch, 5. April, von 17 bis 18.30 Uhr im Feuerwehrhaus in Gmünd vor. Anmeldung unter der Nummer 0174-3493160.

Das Jugendhaus bietet am Donnerstag, 13. April, einen Lasertag-Ausflug ab 13 Jahren an. Anmeldung im Jugendhaus oder unter 0176-17071529.

Einen Mädchenflohmarkt gibt es am Samstag, 15. April, von 13 bis 17 Uhr im Jugendhaus am Königsturm.

Ein Musikangebot für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren gibt es am Donnerstag, 27. April, von 15 bis 16.30 Uhr, im KAPS am Mühlbergle 7. Anmeldung unter der Telefonnummer 0176-34435394.

Indoor-Klettern für Zehn- bis 16-Jährige steht am Freitag, 28. April, von 15 bis 17 Uhr in der Kletterschmiede in der Nepperbergstraße 21 an. Anmeldung unter 0176-34435394.

Zudem gibt es weitere wiederkehrende Veranstaltungen wie einen Yoga-Kurs oder eine Kunstwerkstatt. Wer Interesse hat oder anderweitig Beratung sucht, meldet sich bei Alice Chlebosch, Telefon (07171) 6035310 oder 0174-3493160.

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