Anwohner ärgern sich über „mehr Verkehr und Lärm“

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Über die Einbahnstraßenregelung in der Zwerenbergstraße sind die Anwohner auf Gmünds Sonnehügel geteilter Meinung. Foto: Tom
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Zwei Jahre nach der letzten Bürgerversammlung gibt es für die Bewohner des Gmünder Hardts viel Diskussionsbedarf.

Schwäbisch Gmünd

Die erste Bürgerversammlung auf dem Hardt nach zwei Jahren stieß bei den Bewohnern des Gmünder Sonnenhügels auf großes Interesse. Bürgermeister Christian Baron drückte seine Freude darüber aus, endlich in den Quartieren wieder Gespräche führen zu können. Denn die Stadt mit ihren Quartieren lebe vom „Mitmachen“ – und nach zwei Jahren sei dies „dringend notwendig“.

Wie notwendig diese Gespräche waren, zeigte bereits das erste Thema: Mobilität und Verkehr. Der Amtsleiter für Umwelt und Verkehr, Raphael Wieler, informierte über die Einbahnstraßenregelung an der Zwerenbergstraße, die in dieser Form seit rund einem halben Jahr ausgewiesen ist. Grund hierfür seien „massive Mängel“ hinsichtlich der Verkehrssicherheit – ursächlich auf Grund der angespannten Parksituation, die bei Begegnungsverkehr teilweise dafür sorgte, dass Autofahrer über den Gehweg gefahren seien.

Die anwesenden Bürger waren hierbei geteilter Meinung. Ihrer Ansicht nach produziere man gerade durch diese Einbahnstraßenregelung „mehr Verkehr und Lärm“, mahnte eine Bürgerin, die zudem der Ansicht war, mit mehr gegenseitiger Rücksichtnahme im Verkehr wäre die Regelung nicht erforderlich gewesen. Hinzu komme: Die Einbahnstraßenregelung werde häufig ignoriert, so die Bürgerin.

Ein anderer Anwohner wiederum bat die Stadtspitze darum, in der Oberbettringer Straße im Bereich zwischen Bushaltestelle und Asylantenwohnheim eine Tempo-30-Regelung vorzuziehen. Um allen Verkehrsteilnehmern ein zügiges Ankommen zu versichern, müsse man „Balance“ halten, erläuterte Baron. Das Ziel der Stadt sei „kein flächendeckendes Tempo 20“, die Verwaltung wolle vielmehr besondere Bereiche für alle Verkehrsteilnehmer schaffen, aber „das Gefüge muss stimmen“.

Bei diesem Thema waren mehrere Bürger der Ansicht, die Stadt müsse öfters Geschwindigkeitskontrollen auf dem Sonnenhügel vornehmen. Eine Anregung, die Raphael Wieler positiv zur Kenntnis genommen.

Der Vorsitzende der Bürgervereins Starkes Hardt, Oliver Glass, lobte anschließend die „großen finanziellen Investitionen der Stadt“ auf Gmünds Sonnenhügel. Der Freizeit- und Familienpark habe mit einem großen Fest eingeweiht werden können, der Biodiversitätenpfad solle kommen und die Erstellung des Naturspielplatzes sei zugesagt worden. Ärgerlich sei, so Glass, dass der Rundweg bereits kurze Zeit nach seiner Eröffnung Vandalen zum Opfer gefallen sei. Dennoch: Der neue Park sei „ein Gewinn“, zeigte sich auch Oberbürgermeister Richard Arnold begeistert. Seiner Meinung nach soll der Park als Treffpunkt für „alle Seiten“ des Hardts dienen. Und auf dem Sonnenhügel solle sich noch mehr bewegen, so Arnold weiter. Denn auf dem Schlittenhügel soll ein „Trauzimmer im Grünen“ entstehen – der Blick von dort auf die „schwäbische Toskana“ und die Drei-Kaiser-Berge sei einzigartig. Für den Abenteuerspielplatz sollen derweil Spielgeräte vom Sommerspielplatz auf dem Marktplatz verwendet werden. Und ein neuer Park soll den durch die Oberbettringer Straße geteilten Stadtteil verbinden. Dort entstehen Spielplätze, Brunnen und „viele Bäume“. Anvisiert ist auch die Umsiedlung des Bauhofs, zudem soll ein Kreisverkehr an der Heidenheimer Straße errichtet werden. Dies sei, so Arnold, aber erst für das Jahr 2027 anvisiert.

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