Anwohner:  Mehrheit ist für Klage 

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Das alte Forsthaus Schwäbisch Gmünd soll für den Neubau weichen. Links ein Mörikepark-Wohngebäude, rechts des Forsthauses das Stammhaus des fem.
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Beschluss: Nachbarn wollen gegen fem-Neubau Klage einreichen.

Schwäbisch Gmünd. Sobald eine Baugenehmigung für den geplanten Neubau des Forschungsinstituts für Edelmetall und Metallchemie (fem) vorliegt, wollen dessen Nachbarn sofort Klage beim Verwaltungsgericht Stuttgart einreichen. Das sagt Erich Hessenberger, Sprecher der Eigentümer in den Gebäuden des Mörikepark, die 2018 östlich des fem errichtet worden sind. Bei einer  Eigentümerversammlung in der vergangenen Woche sei dieser Beschluss „mit großer Mehrheit“ gefasst worden, so Hessenberger. In Zahlen: „739 von 1000 stimmten dafür.“ Bei Wohnanlagen mit mehreren Eigentümern werden die Besitzanteile meist in Anteilen von Hundert oder Tausend gemessen.  

Dr. Andreas Zielonka, der Chef des Forschungsinstituts, hatte sich Anfang Januar gegenüber der Gmünder Tagespost optimistisch geäußert zu den Neubauplänen: „Wir halten uns ans alle Vorschriften, und es gibt keinerlei Emissionen.“ Die Eigentümer dagegen sehen ihren Bestandsschutz nicht gewahrt. „Ich bin kein Querulant. Aber wenn ich damals gewusst hätte, was da geplant werden soll, dann hätte ich damals gar keine keine Wohnung gekauft“, sagt Hessenberger. Im Verkaufsprospekt hatte Gmünds Baubürgermeister Julius Mihm vom Projekt Mörikepark geschrieben, es sei „gelegen an einer der besten Adressen der Innenstadt inmitten großzügiger Gärten“.

Das Forschungsinstitut will neben seinen bisherigen Gebäuden das Innovationslabor K 15 (kurz für Katharinenstraße 15) errichten. Für rund 14 Millionen Euro soll ein vierstöckiges Gebäude mit 3000 Quadratmetern Nutzfläche geschaffen werden. Institutschef Andreas Zielonka hatte nach der Bekanntgabe der Baupläne mit Blick auf die Wohnbebauung argumentiert: „Das ist ein Mischgebiet, und wir sind da schon viel länger dort.“ 1958 hatte das fem sein Stammgebäude in der Katharinenstraße bezogen. Bernd Müller

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