Aspen: Technologie-Jobs haben ihren Preis 

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Technologiepark Aspen
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Aspen und wie es weitergehen soll: Wer Zukunftsjobs haben will, muss neue, große Gewerbeflächen bieten – und eine gute Versorgung mit grüner Energie.  

Schwäbisch Gmünd. Um ein Projekt wie den Technologiepark Aspen zum Erfolg zu führen, braucht es zuallererst zwei Dinge: große Neubau-Flächen und grüne Energie. Das hat Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold betont nach einem Treffen des Gmünder Transformationsrats. Es ist ein Zielkonflikt zwischen neuen, grünen Technologien und der Bewahrung von Natur. Doch der ist aus Arnolds Sicht unvermeidlich: „Das Vorhandensein von Fläche, aber auch erneuerbarer Energie ist ein ganz harter Standortfaktor.“

Die Fläche, um Unternehmen anzusiedeln, wird die Stadt im Aspenfeld bei Bargau bereitstellen,  der Gemeinderat hatte am 22. Dezember einstimmig für den Bebauungsplan dort gestimmt. Beim Thema Energie wird es nicht ohne Gmünds Umland gehen. Es gelte, „Flächen für Photovoltaik und Windenergie näher zu betrachten“, so Richard Arnold. „Wir müssen die ganze Region absuchen, wo wir Potenzial für erneuerbare Energien abschöpfen können.“

Die Auswirkung von Aspen auf das Umland dürfte viele Effekte habe: erwünschte und weniger erwünschte. Richard Arnold nannte Heubach und Buch als Beispiel als das Einzugsgebiet von Aspen in östlicher Richtung. Es geht um Jobs, aber auch um Verkehr. Das müsse alles mitgedacht werden: „Dann muss auch die Umfahrung Heubach früher kommen“, so Arnold.

Michael Rembold, der Waldstetter Bürgermeister, versicherte den Gmündern seine Unterstützung und die seiner Amtskollegen der Gemeinden rund um Gmünd. „Wir stehen zur Raumschaft Schwäbisch Gmünd, wir stehen geschlossen hinter diesem Projekt.“ Es sei auch eine „Chance Arbeitsplätze, Familien und junge Leute  in der Region zu halten“. „Und so ein Projekt zieht auch wieder kleinere Betriebe nach sich“, so Rembold. Aspen ist  nicht nur für Gmünd und sein Umland wichtig, sondern fürs ganze Land Baden-Württemberg. „Es ist eines von nur vier solcher Gebiete mit einer Größenordnung Richtung 40 Hektar im Land“, sagte Lukas Ammer von Baden-Württemberg International. 

Die Zielrichtung im Transformationsrat lässt sich in zwei Begriffe fassen: Gemeinsamkeit und Schnelligkeit. Beiden Zielen sollen nun mehrere Arbeitsgruppen dienen: eine mit Ministerien,  Arbeitsgruppen für Verkehr, Baurecht sowie Akzeptanz und Bürgerbeteiligung.  Wer schnell ist, hat bessere Erfolgschancen, so sieht es OB Arnold: „Wir müssen ganz schnell zu Potte kommen, die Unternehmen fordern das.“ Es gehe darum, nicht zu warten, bis der Arbeitsplatzverlust im traditionellen Fahrzeugbau sich auswirke, so IHK-Geschäftsführer Thilo Rentschler, sondern „an der Spitze der Entwicklung zu stehen“. Rentschler: „Es gibt Beispiele in Deutschland, wo gut florierende Branchen plötzlich Dinosaurier waren wie etwa im Ruhrgebiet - dieses Schicksal wollen wir nicht erleiden.“ Im Wirtschaftsraum Gmünd sei jeder zweite Beschäftigte im produzierenden Gewerbe tätig, betonte Richard Arnold. „Wir müssen Antworten finden und jungen Menschen Perspektiven bieten, damit sie hierbleiben können.“ Bernd Müller

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