Auf einigen Routen in Gmünd ist im Herbst Geduld gefragt

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Beispiel Bergstraße: Hier tauschen die Stadtwerke einen rund 80 Meter langen Abschnitt der Wasserleitung aus.
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Stadt erneuert Straßenbeläge und die Stadtwerke halten das Versorgungsnetz auf dem Laufenden. Großbaustelle in Hussenhofen.

Schwäbisch Gmünd

Sonne und 25 Grad, noch spielt der Sommer mit und sorgt für Andrang in der Außengastronomie. Im Tiefbauamt denkt man voraus und hat längst den Winter im Blick. „Mitarbeiter des Baubetriebsamts sind jetzt an vielen Stellen in der Stadt damit beschäftigt, Straßen winterfest zu machen“, sagt Jürgen Musch, Leiter des Tiefbauamts. Das funktioniert durch eine Oberflächenbehandlung mit so genanntem Heißkleber und Splitt. Damit würden, so Jürgen Musch, die Risse im Straßenbelag aufgefüllt, damit eindringendes Wasser bei frostigen Temperaturen keine größeren Schäden verursachen kann. In den vergangenen Wochen wurden etwa die Schwerzerallee oder auch die Hauptstraße Hussenhofen auf Höhe Kaufland repariert, auch die Radtrasse hat die Stadt im Blick. Dort kommt es nach Worten Jürgen Muschs wegen des Knollenmergel-Untergrunds immer wieder zu Rissen im Belag. Solche Arbeiten sind in der Regel nicht mit Straßensperrungen verbunden. Meist wird halbseitig gearbeitet, der Verkehr vorbeigeleitet. „Allerdings müssen Verkehrsteilnehmer wegen des losen Splitts aufpassen“, sagt der Chef des Tiefbauamts. Sobald der Bitumenkleber fest ist, wird der lose Splitt aber entfernt.

Weitere Bauarbeiten bekommen Autofahrer in der Stadt mehr oder weniger zu spüren:

Bergstraße: Dort tauschen die Stadtwerke einen rund 80 Meter langen Abschnitt der Wasserleitung aus. Diese Wasserleitung, auch nach dem damaligen Oberbürgermeister als „Czisch-Linie“ bekannt, wurde nach dem Krieg von den Bürgern der Stadt Gmünd ehrenamtlich selbst verlegt, da es zu dieser Zeit weder Maschinen noch Fachkräfte gab.

Zwischen Bergstraße und Waldstetter Brücke kam es in kurzer Zeit zu mehreren Lecks, deshalb wurde erneuert. Anwohner und Autofahrer können aufatmen: In rund einer Woche sollen die Arbeiten beendet sein, sagt Stadtwerke-Pressesprecherin Hanna Ostertag.

Kolomanstraße: Dort monierte Ortsvorsteher Johannes Weiß schon länger Bodenwellen und Verwerfungen des Straßenbelags. Jetzt soll dieser Bereich saniert werden. „Der Fahrbahnbelag wird auf rund 100 Meter Länge saniert“, sagt Jürgen Musch. Verkehrsprobleme erwartet er dort nicht: In Wohngebieten gebe es genügend Ausweichmöglichkeiten. Im Herbst beginnen die Arbeiten.

Herlikofer Straße: Zwischen Unterführung und Abzweigung Schießtal ist die Fahrbahn eingeengt, weil die Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrerentfernt wird. Gleichzeitig entsteht dort entlang des Bahndamms ein besserer Rad- und Fußweg. Die Arbeiten sind in vollem Gang. Es ist eine Baustelle der Deutschen Bahn, die für die Entfernung der Unterführung zuständig ist. Mehr als der Straßenverkehr wird der Bahnverkehr beeinträchtigt: Die Strecke zwischen Gmünd und Böbingen wird vom 18. September bis zum 8. Oktober komplett gesperrt.

Remsstraße: Dort gibt es noch Nacharbeiten in Zusammenhang mit dem Abbruch des Rotrinnenstegs. „Wir müssen die Straße am 21. und 22. September halbseitig sperren“, sagt Jürgen Musch. Dann werden die noch vorhandenen Stützen des Stegs abgesägt und abtransportiert.

Hauptstraße: Die Ortsdurchfahrt Hussenhofen wird zur größten Straßenbaustelle im Stadtgebiet. Dort soll schon im Herbst mit der Sanierung begonnen werden. Betroffen ist der komplette Abschnitt zwischen westlichem Ortseingang und Ortsausgang bei der Mozartschule. Außerdem will das Land den weiteren Abschnitt bis zum Kreisverkehr sanieren. Jürgen Musch rechnet mit einer Bauzeit von einem Jahr. Dafür soll es örtliche Umleitungen geben. Der Lkw-Verkehr wird während der Bauzeit aber komplett um Hussenhofen herumgeführt.

Breslauer Straße: „Diese Woche beginnen wir noch mit Baumaßnahmen in der Breslauer Straße“, sagt Hanna Ostertag von den Stadtwerken. Dort wird eine neue Gasdruck-Regelanlage gebaut, als Ersatz für eine ältere Anlage in der Robert-Bosch-Straße. Eine halbseitige Sperrung ist nötig. Gebaut wird aber nicht direkt auf der Straße, sondern hinter den dort vorhandenen Glascontainern. Für die dort vorhandene Bushaltestelle wird eine Ausweichstation geschaffen.

Erschließungen: Straßenbau, der den Verkehr nicht tangiert gibt es im Gmünder Feld in Herlikofen, im Baugebiet Holder in Großdeinbach und in der Teckstraße in Hussenhofen. Alles Erschließungsarbeiten, die noch bis in den November dauern werden.

Mitarbeiter des Baubetriebsamts sind jetzt damit beschäftigt, Straßen winterfest zu machen.“

Jürgen Musch,, Leiter des Tiefbauamts

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