Auf Entdeckertour durchs Münster

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Wer ein Smartphone hat, kann sich bis Ende Juni auf einen virtuellen Rundgang durchs Münster begeben und prüfen, ob er alle Rituale aus dem Gottesdienst kennt.

Schwäbisch Gmünd

Das Heilig-Kreuz-Münster bietet viel zu entdecken. Derzeit erst recht. Denn eine digitale Kirchentour führt Besucher bis Ende Juni zu zehn Stationen, die den Gottesdienst erklären. Wer mitmachen will, startet am hinteren Eingang auf der Südseite, gegenüber der Fuggerei. Dort hat Pastoralreferentin Silke Weihing von der Seelsorgeeinheit Gmünd-Mitte auf einer Tafel den ersten QR-Code angebracht. Er erklärt, wie Teilnehmer beim Rundgang Ritualen aus dem Gottesdienst auf die Spur kommen – und birgt gleich den Hinweis auf die nächste Station.

Sie befindet sich direkt daneben am Eingang beim Weihwasserbecken. „Normalerweise tauchen katholische Gläubige, wenn sie eine Kirche betreten, die Hand zuerst in so ein Weihwasserbecken“, erfahren die Besucher, wenn sie den QR-Code scannen. Machen Christen mit dem Weihwasser das Kreuzzeichen, soll sie das an ihre Taufe erinnern – und daran, dass sie zu einer Gemeinschaft gehören. „Wo erlebst Du echte Gemeinschaft? Welche Gemeinschaft fehlt Dir aktuell am meisten?“, fordert Silke Weihing die Entdecker auf, sich selbst Gedanken zu machen. Wie sie die Besucher auch an anderen Stationen zum Mitmachen animiert. Etwa bei der sechsten Station, wo es ums Thema Fürbitten geht. Für diese hat sie den Kerzentisch in einer der Seitenkapellen im Chorumgang ausgewählt. „Ins Gebetbuch können Menschen schreiben, was sie Gott anvertrauen wollen“, erklärt die Pastoralreferentin und ermuntert die Teilnehmer des Rundgangs, gerne auch einen Gedanken dazu aufzuschreiben.

Gegenüber am Altar befindet sich der QR-Code für die Station, bei der es Silke Weihing am schwersten gefallen ist, das Geschehen im Gottesdienst einfach zu erklären: „Wie drückt man das größte Geheimnis des Glaubens aus?“, fragt sie an Station neun und erläutert es dann doch verständlich: In dem Schränkchen im Hochaltar namens Tabernakel, was wörtlich übersetzt Zelt bedeutet, befinden sich die gewandelten Hostien, die bei der Eucharistiefeier übrig bleiben: „der kostbarste Schatz der Kirche“. Denn durch die Verwandlung werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi, „er ist also selber in diesem Brot drin“, beschreibt Silke Weihing. Zum Tabernakel gehöre stets das Ewige Licht. Die brennende Kerze zeige an, dass sich geweihte Hostien darin befinden.

Stadtrundgang geplant

Derzeit bereiten sich 23 Kinder in der Seelsorgeeinheit darauf vor, diese bei der Erstkommunion am 10. und 11. Juli das erste Mal zu empfangen. Wobei die Vorbereitung wegen der Corona-Pandemie sehr eingeschränkt laufe, bedauert die Pastoralreferentin. So sei sie auch auf die Idee für den virtuellen Rundgang gekommen, der für Kinder wie auch für Erwachsene gedacht ist.

Für die Sommerferien will sie mit dem Kinderkirchenteam einen digitalen Rundgang durch die Stadt anbieten: eine Art Schnitzeljagd zu religiösen Orten, die oft übersehen werden.

Wer einen QR-Code nicht findet, kann direkt auf der Internetseite der Seelsorgeeinheit nachschauen und dort die Station anklicken: auf https://se-schwaebischgmuend.drs.de.

Wie drückt man das größte Geheimnis des Glaubens aus?“

Silke Weihing, Pastoralreferentin
Entdeckertour Münster Silke Weihing zeigt, wie es geht: Wer ein Smartphone hat, kann sich bis Ende Juni auf einen virtuellen Rundgang durchs Münster begeben.

Rubriklistenbild: © Tom

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