Ausreichend Kapazitäten im Intensivbereich

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Was die Zahl belegter Intensivbetten aussagt und warum gerade kein Bedarf für ein Notfallzentrum besteht.

Schwäbisch Gmünd. Das Divi-Intensivregister meldet aktuell acht intensivmedizinische Covid-19-Fälle in den Kliniken des Ostalbkreises, fünf beatmete Fälle, 18 freie und 55 belegte Intensivbetten. Klinikchef Professor Dr. Ulrich Solzbach versicherte bereits im November in einem Interview mit dieser Zeitung, dass nur die freien Betten gemeldet würden, für die auch genügend Personal zur Verfügung steht. "Derzeit verfügen die Kliniken Ostalb über ausreichend Kapazitäten, um das Patientenaufkommen in den Isolier- und Intensivbereichen zu bewältigen", ordnet Susanne Dietterle, Pressesprecherin im Landratsamt Ostalbkreis, die Zahlen ein.

Als das erste Notfallzentrum in Aalen Anfang April betriebsbereit war, seien knapp doppelt so viele Intensivbetten wie momentan belegt gewesen. Zumal die Zahl der belegten Intensiv- und Isolierbetten allein nicht zum Vergleich der Situation ausreiche. Nicht alle belegten Intensivbetten seien mit Coronapatienten belegt. Und: "Inzwischen haben Ärzte und Pflegepersonal Erfahrung im Handling der Pandemie und hinsichtlich der Anpassung des Klinikbetriebs", sodass nach Einschätzung der Klinikleitung derzeit kein Bedarf für ein Notfallzentrum bestehe.

Bei signifikant ansteigenden Patientenzahlen würden zuerst planbare Operationen verschoben. Erst wenn dies nicht mehr ausreiche, käme der Aufbau des Notfallzentrums in Gmünd und in der Ellwanger Rundsporthalle in Betracht – letzteres, weil die Aalener Ulrich-Pfeifle-Halle nun durch das Kreisimpfzentrum belegt ist. Dies sei innerhalb drei bis fünf Tagen möglich.

Sollte der Fall eintreten, dass es für Patienten keinen intensivmedizinischen Betreuungsplatz mehr in der nächstgelgenen Klinik gibt, wäre eine Verlegung an einen anderen Standort der Kliniken Ostalb denkbar, sagt Dietterle. Außerdem gebe es ein Konzept des Sozialministeriums zur Aufnahme und Verlegung von Intensivpatienten. Danach sei das Land in sechs Versorgungsregionen gegliedert.

Fieberambulanzen wie im Frühjahr werde es voraussichtlich nicht mehr geben, weil inzwischen detaillierte Teststrategien vorliegen und entsprechende Strukturen wie das Abstrichzentrum in Aalen oder mobile Einheiten zur Abstrichentnahme geschaffen wurden. 

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