Axtmann ein Fall für den Staatsschutz?

+
Schwäbisch Gmünd: Zahlreiche Einsatzkräfte, darunter Polizeibeamte des Spezialeinsatzkommandos aus Göppingen stehen aufgrund einer Bedrohungslage an einem Wohnhaus in der Bismarckstraße.

Im Fall des 41-Jährigen, der am Samstag verhaftet wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart.

Schwäbisch Gmünd. Ein 41-jähriger Mann hat am Samstag sowohl die Polizei als auch die Gmünder Bevölkerung in Atem gehalten. Bisher ist bekannt, dass eine Zeugin der Polizei gegen 8.30 Uhr einen laut und aggressiv schreienden Mann in der Nähe des Rokkoko-Schlösschens im Stadtgarten gemeldet hatte. Daraufhin habe die Polizei sofort eine Fahndung im Gmünder Stadtgebiet veranlasst. Aufgrund der Meldung, dass die Person eine Axt bei sich trage, war die Polizei mit starken Kräften im Einsatz. Etwa gegen 11.30 Uhr stellten Polizeibeamte in der Buchstraße eine Axt sichern. Auch die Wohnung der gesuchten Person in der Bismarckstraße wurde von Spezialeinsatzkräften durchsucht. Wenig später konnte der Gesuchte im Bereich der Kaspar-Vogt-Straße gesichtet und festgenommen werden.

Ob es in dem Fall aktuelle Entwicklungen gibt, konnte die Polizei am Montag auf Nachfrage nicht kommentieren. Dazu seien weitere Abstimmungen nötig, so ein Polizeisprecher, der darauf verwies, dass am Dienstag weitergehende Informationen öffentlich gemacht werden sollen. Auch zur Frage, ob der Mann der Polizei womöglich schon vor dem Vorfall am Samstag einschlägig bekannt gewesen sein könnte und schon öfters auffällig geworden sei, wurde am Montag nicht beantwortet.

Wie Augenzeugen berichten, soll der Mann am Samstag in Gmünd auch Begriffe gerufen haben, die auf die islamistische Szene hindeuten könnten. Dies könnte dem Vernehmen nach ein Grund dafür sein, dass nicht die Staatsanwaltschaft Ellwangen, sondern die Staatsanwaltschaft Stuttgart in dem Fall die Ermittlungen an sich gezogen hat. Diese wird unter anderem bei sogenannten Staatsschutzdelikten tätig. dav

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare