Axtmann schon in Heubach auffällig

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SEK-Einsatz am Samstag in Schwäbisch Gmünd.
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Polizei bestätigt Vorfall am Flugplatz vor zwei Wochen.

Schwäbisch Gmünd

Rückblick: Ein 41-Jähriger hatte am Samstag in Gmünd für Aufsehen gesorgt. Eine Zeugin meldete der Polizei gegen 8.30 Uhr den laut schreienden und aggresiven Mann in der Nähe des Rokoko-Schlösschens im Stadtgarten. Daraufhin habe die Polizei sofort eine Fahndung im Gmünder Stadtgebiet veranlasst. Aufgrund der Meldung, dass die Person eine Axt bei sich trage, war die Polizei mit starken Kräften im Einsatz. Etwa gegen 11.30 Uhr stellten Polizeibeamte in der Buchstraße eine Axt sichern. Auch die Wohnung der gesuchten Person in der Bismarckstraße wurde von Spezialeinsatzkräften durchsucht. Wenig später konnte der Gesuchte im Bereich der Kaspar-Vogt-Straße gesichtet und festgenommen werden.

Wie Augenzeugen berichten, soll der Mann am Samstag in Gmünd auch Begriffe gerufen haben, die auf die islamistische Szene hindeuten könnten. Eine solche Aussage liegt auch der Gmünder Tagespost vor. Polizeisprecher Holger Bienert betont jedoch, es gebe hier keine Hinweise auf Verbindungen zur islamistischen Szene. Der Mann sei psychisch angeschlagenund der Polizei auch als Drogenkonsument bekannt. Dies könnte eine der Ursachen sein, die die angeschlagene Psyche des Mannes erklären könnte. Andere "Hintergründe" für sein auffälliges Verhalten lägen nicht vor, betont Bienert. Der Mann befinde sich deswegen derzeit in der einer Fachklinik. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart habe gemeinsam mit der Kriminalpolizei Waiblingen die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung aufgenommen, wobei bislang keine Personen bekannt sind, die konkret gefährdet wurden. Ein extremistischer Hintergrund für die Tat könne nach bisherigen Erkenntnissen ausgeschlossen werden. Vielmehr werde beim derzeitigen Ermittlungsstand davon ausgegangen, dass die Handlungen des Mannes auf seinen psychischen Zustand zurückzuführen seien.

Am Samstag habe die Polizei zunächst nur eine grobe Beschreibung des Mannes vorliegen gehabt. Mit der Zeit seien die Kollegen durch ihre Aufklärungs- und Ermittlungsarbeit zu dem Schluss gekommen, dass es sich eben um diese der Polizei bekannte Person handeln könnte, so Holger Bienert. Eine Annahme, die sich ja letztlich als richtig erwiesen und zur Wohnung des Mannes geführt habe.

Wie Polizeisprecher Holger Bienert auf Nachfrage bestätigt, war der Mann bereits vor rund zwei Wochen in Heubach auffällig geworden. Er sei dort wohl mehrere Tage unterwegs gewesen und habe letztlich am Rand des Flugplatzgeländes ein kleines Lagerfeuer entfacht. Dem Vernehmen nach waren es Mitarbeiter des städtischen Bauhofs, die den Mann des Platzes verwiesen. Dies könne die Polizei nicht bestätigen, allerdings sei eine der Personen, die den 41-Jährigen des Platzes verweisen wollten, dabei von dem Mann verletzt worden. Aus "ermittlungstaktischen Gründen", so Polizeisprecher Holger Bienert, habe es damals zunächst keinen offiziellen Polizeibericht zu dem Vorfall gegeben.

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