Backfabrik, Solarpark und QlockTwo

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Stadt stellt im Bauausschuss Pläne für Straßdorf-Süd vor. Am Georgishof soll Photovoltaik angesiedelt werden. QlockTwo sagt Investition für den Gleispark ab.

Schwäbisch Gmünd

Die Stadtverwaltung hat am Mittwoch den Stadträten des Bauausschusses die aktuellen Pläne für das Backhaus Schmid-Kuhn im Gewerbegebiet Straßdorf-Süd vorgestellt. Vorhanden sei dort eine komplette Infrastruktur, sagte der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Gerhard Hackner, vor Stadträten des Bauausschusses. Deshalb biete sich eine Erweiterung dieses Gewerbegebietes an, sagte Hackner. Der Flächennutzungsplan müsse dazu fortgeschrieben werden. Nachfolgend gebaut werden soll an der Straße nach Rechberg ein Kreisel, der in der Planung bereits berücksichtigt wird. Das Gebiet hat insgesamt 1,67 Hektar, die eigentliche Gewerbefläche macht einen Hektar aus, sagte der Amtschef. Das Gebiet sei großzügig und in alle vier Richtungen eingegrünt, damit sei auch ein Abstand zu vorhandenen Betrieben gegeben. Gestattet werden soll dem Unternehmen eine Einzelhandelsfläche, die auf 200 Quadratmeter begrenzt werde. Diese Fläche entspricht den Vorgaben für die nebenan gelegene Mosterei, sagte Hackner. Er nannte weitere Vorgaben für das Bauvorhaben: Die Höhe des Neubaus orientiert sich danach an den vorhandenen Unternehmen des Gebietes, nicht mehr als neun Meter also. Dach- und Fassadenbegrünung seien vorgeschrieben. Als Ausgleichsmaßnahmen seien Heckenpflanzungen in Straßdorf vorgegeben. Schottergärten seien verboten. Zudem habe die Stadtverwaltung von einem Verkehrsplaner die Verkehrszahlen überprüfen lassen. Das Ergebnis: Das vorhandene Verkehrsnetz nehme den zusätzlichen Verkehr gut auf. Deshalb spreche nichts gegen diese Erweiterung, sagte Hackner. Bürger hätten kritisiert, dass die Backfabrik nicht in ein solches Gewerbegebiet passe, sagte der Amtsleiter weiter. Dem widersprach er. Auch sei der Tierkorridor nicht gefährdet. Der Artenschutz sei mit dem Landratsamt abgestimmt worden. Flächen auf dem Gügling oder im Lindenfeld seien nicht verfügbar gewesen. Hackner nannte das Ziel der Stadt bei dem Bauvorhaben: Arbeitsplätze würden hier nachhaltig gesichert. Der Ortschaftsrat Straßdorf habe am Dienstag mit elf Ja-Stimmen und einer Enthaltung zugestimmt. Von den Stadträten des Bauausschusses gab es am Mittwoch keine Anmerkungen, über den Bebauungsplan wird deshalb der Gemeinderat am kommenden Mittwoch endgültig entscheiden.

Die Verwaltung stellte den Stadträten ein weiteres Projekt vor, für das ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Dabei ging es um den „Solarpark Georgishof“ an der Aalener Straße am östlichen Stadtausgang. Dort stehen zwei Flächen mit 1,7 und 1,3 Hektar zur Diskussion. Der Solarpark lasse sich dort „ideal unterbringen“, sagte Hackner. Beide Flächen erzeugen 750 Kilowattpeak. Dies ist die doppelte Menge des Solarparks auf dem Gügling. Er gehe davon aus, dass die Stadt diesen Bebauungsplan in einem Jahr umsetzen könne.

Zum Ende der fünfstündigen Sitzung hatte Oberbürgermeister Richard Arnold noch eine schlechte Nachricht für die Stadträte. Das Unternehmen QlockTwo, das durch seine Designeruhr weltweit bekannt wurde, hatte eine Investition auf dem Gleispark am Nepperberg in Gmünds Westen vorgesehen. Entstehen sollte dort ein Quartier mit einem Turm mit einer Aussichtsplattform, daneben die Uhrenmanufaktur QlockTwo und zudem ein Platz und Gebäude für Unternehmen, Wohnungen und ein Café. Seine Investition habe das Unternehmen abgesagt und dies unter anderem mit den Grundstückspreisen begründet, sagte Arnold. Die Stadt müsse nun überlegen, „was wir dort machen“, sagte der Oberbürgermeister.

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