Badegäste müssen nicht frieren

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Temperaturmessung im Freibad Sina Seng
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Viele Freibäder im Gmünder Raum öffnen in den nächsten Tagen wieder. Trotz steigender Energiepreise mit ähnlichen Wassertemperaturen wie 2021 - und mit konstanten Eintrittspreisen.

Schwäbisch Gmünd

Die ersten sommerlichen Tage machen Lust auf Freibad. Doch müssen dieses Jahr die Gäste in den Freibädern der Region frieren, weil die Einrichtungen aufgrund des Ukrainekrieges auf Gas aus Russland verzichten und Heizkosten sparen wollen? Ein Überblick.

Schwäbisch Gmünd

Im Gmünder Bud-Spencer-Bad, das schon geöffnet hat, werden die Becken zwar mit Erdgas beheizt. Eine Reduzierung der Wassertemperatur ist laut Steffen König von den Gmünder Stadtwerken aber für diesen Sommer nicht geplant. „Wir kaufen unser Gas langfristig im Voraus. Die aktuellen Preissprünge betreffen die Bäder daher noch nicht“, sagt er. Die Stadtwerke prüften derzeit, welche Möglichkeiten es neben der Temperaturregulierung noch gibt, um Energie einzusparen. Das Sportbecken im Bud-Bad hat eine Temperatur von 24 Grad, das Nichtschwimmerbecken von 26 Grad.

Bettringen

Auch das Bettringer Freibad ist offen. Die Becken dort sind nicht beheizt. Je nach Sonnenschein komme die Wassertemperatur auch auf etwa 24 Grad, weiß Steffen König. Und das ganz ohne Erdgas. Wie die Stadtwerke bei den Energiekosten sparen können, sei pauschal nicht zu beantworten. Denn die Wassertemperatur hänge stark vom Wetter ab.

Heubach

Das große Becken im Heubacher Freibad war noch nie beheizt. „Das steht in keinem Verhältnis und würde viel zu viel Energie kosten“, erklärt Betriebsleiter Bernd Müller. Denn tagsüber heize sich das Becken zwar auf, nachts kühle es hierzulande aber viel zu stark ab. Die beiden kleinen Kinderbecken sind neuerdings ans Heubacher Nahwärmenetz angeschlossen. Das funktioniere mit Biogas aus Beiswang, unabhängig von russischem Gas, wie Bernd Müller erklärt. Die Kinderbecken sollen im Sommer eine Wassertemperatur von mindestens 25 Grad haben, an heißen Tagen werden's auch mal 28 Grad werden. Bernd Müller rechnet in diesen beiden Becken dank der Nahwärme mit wärmerem Wasser als in der Vergangenheit. „Wir heizen weniger, wenn die Sonne scheint“, erklärt der Betriebsleiter die Einsparmöglichkeit, die das Freibadteam in Heubach nutzt. Aktuelles Problem: Derzeit werden Reparaturarbeiten an den Umwälzpumpen der beiden kleinen Becken ausgeführt. Die Arbeiter warten auf Ersatzteile. Daher starten die Heubacher am kommenden Samstag, 14. Mai, den Badebetrieb mit Einschränkung. Wann die Ersatzteile kommen, kann Bernd Müller nicht sagen. „Hoffentlich bald.“

Waldstetten

Am Sonntag, 22. Mai, öffnet das Waldstetter Freibad seine Türen erstmals in dieser Saison, sagt Schultes Michael Rembold. Die Becken werden laut Bademeister Frank Finken ausschließlich über eine Solaranlage beheizt. Die Wassertemperatur liege - je nach Wetter - bei rund 24 Grad.

Schechingen

Auch das Schechinger Freibad startet am kommenden Samstag den Badebetrieb (wir berichteten). Das Bademeisterteam Leonia und Dieter Krieger schaltet die Wärmepumpen ein, wenn's Sinn macht. „Wir heizen nur, wenn die Leistung im Verhältnis zum Ergebnis steht“, erklärt Dieter Krieger. Die Wassertemperatur dort wird um die 22 Grad betragen.

Die Eintrittspreise der Freibäder im Vergleich

Die Eintrittspreise bleiben in den Freibädern in Heubach, Waldstetten, Bettringen und Schwäbisch Gmünd konstant. Das Schechinger Freibad hat die Eintrittspreise erhöht. Zum Vergleich: Die Tageskarte für einen Erwachsenen kostet in Gmünd 5,80 Euro, in Bettringen 4,30 Euro, in Waldstetten 3,60 Euro, in Heubach 3 Euro und in Schechingen 4 Euro. me

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