Bänke für den Schillersteg

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Bettina Schwenk, Carsten Senbert, Giuseppe Pipitone, Michael Kessler, Marcus Burkhardt und Madeleine Rund (v.l.) machen den letzten Feinschliff an den Ruhebänken. In Kürze sollen Gmünderinnen und Gmünder sie zum Ausruhen am Schillersteg nutzen können.
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Die beiden Gmünder Kreissparkassenfilialen sorgen für neue Ruhebänke in der Innenstadt. Was dahinter steckt und wo sie stehen werden.

Schwäbisch Gmünd.

Eine neue Möglichkeit, um sich in Gmünd niederzulassen: Die Sparkassenstiftung stiftet zwei neue Ruhebänke für die Innenstadt. Je eine Bank pro Kreissparkassenfiliale in Gmünd. In Kürze sollen sie am Schillersteg beim Josefsbach aufgebaut werden.

„Sparkässler bauen Ruhebänke“ heißt die Aktion, die auch schon in Spraitbach und im Rehnenhof für neue Ruhemöglichkeiten sorgte. Doch warum bauen Banker Bänke? „Wir wollen Gutes tun für die Region“, sagt Carsten Senbert von der Filiale in der Kappelgasse. Die Aktion soll dazu beitragen, die einzelnen Zweigstellen als „Heimatfilialen“ zu pflegen. Dabei gehe es darum, Kundinnen und Kunden Dinge zu bieten, die über reguläre Bankangelegenheiten hinausgehen. Eben „nicht nur Geld und Geldanlage“, fügt Marcus Burkhardt von der Kreissparkassen-Hauptstelle in Gmünd hinzu. Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KSK-Filialen eigentlich Profis rund ums Thema „Bank“ sind, liegt eigentlich auf der Hand.

„Aber bauen ist etwas schwierig“, scherzt Beate Kessler vom gleichnamigen Holzbauunternehmen. „Deshalb haben wir Experten gebraucht“, führt Seibert aus. Gesagt, getan. Die beiden Bänke stammen aus den fachkundigen Händen von Michael und Beate Kessler sowie deren Mitarbeitern. Die KSK liefert das nötige Kleingeld, damit Gmünderinnen und Gmünder ein neues Plätzchen zum Verweilen bekommen. Schon zur Landesgartenschau war Holzbau Kessler bei verschiedenen Projekten beteiligt. „Von daher weiß man, dass wir für solche Projekte zu haben sind“, sagt Beate Kessler. Vor allem, wenn ein gemeinnütziger Zweck dahintersteckt. „Das liebe ich“, schwärmt sie.

Und an diesem Plätzchen soll man auch lange Freude haben können. Die Bänke bestehen aus langlebigem Garapaholz. „Alles was im Außenbereich ist, kann man damit machen“, erklärt Holzexperte Michael Kessler. 20 bis 25 Jahre sei die „Lebenserwartung“ des Holzes. Die Sockel der Bänke bestehen aus finnischer Birke, die mittels eines bestimmten Verfahrens verleimt wurde. Das Ergebnis: „Wasserfest, soweit Holz wasserfest sein kann.“ Die beiden Ruhebänke sollen in gegengesetzte Richtungen, wie auf dem obigen Bild, ausgerichtet werden.

Bei der Anfertigung der Ruhebänke wurde es für die Experten von Holzbau Kessler traditionell. Denn die Vorlage, gestellt vom Landesverband Holzbau Baden-Württemberg, lässt sich ohne Computerprogramme verwirklichen. „Man braucht kein CAD, um die Schablone herzustellen“, sagt Kessler. „Man kann's ganz traditionell wie vor 100 Jahren mit Bleistift, Zirkel und Schnur machen.“

Die Gmünder KSK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen zu guter Letzt noch selbst Hand an die Bank an. Oder, besser gesagt, den Akkuschrauber und das Schleifpapier. Versehen mit einem Schildchen, das die Herkunft der Bänke erklärt, warten sie nun darauf, vom städtischen Garten- und Friedhofsamt abgeholt zu werden. Am Freitag, 23. Juli, sollen sie offiziell, unter anderem mit OB Richard Arnold, eingeweiht werden.

Man kann's ganz traditionell wie vor 100 Jahren mit Bleistift, Zirkel und Schnur machen.“

Michael Kessler, Geschäftsführer Holzbau Kessler

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