Bald fließt Bier neben der Kapelle

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Die Mitglieder des Salvator-Freundeskreises haben schon alles vorbereitet: Die Salvatorklause kann am kommenden Sonntag, 3. Juli, wieder ihre Pforten öffnen.
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Der Salvator-Freundeskreis bereitet aktuell Klause und Außenbereich des Wallfahrtswegs für die Besucher vor. Wann sich die Pforten öffnen und was Besucher erwarten dürfen.

Schwäbisch Gmünd

Am kommenden Sonntag, 3. Juli, um 11 Uhr öffnet die Salvator-Klause wieder für die Bewirtung der Besucher ihre Pforten. „Und wir haben dann jeden Sonntag bis zum elften September immer ab 11 Uhr bis 19 Uhr geöffnet“, kündigt der Sprecher der Salvator-Freunde, Werner K. Mayer, an. „Und wenn die Fahne am Salvator weht, wird bewirtet“, erklärt Herbert Zimmer. Denn es ist verständlich, dass bei starkem Regen nicht bewirtet wird. Gemeinsam mit Gattin Helga organisiert er , dass immer ein sechsköpfiges Team zur Bewirtung in der Klause und an den Tischen und Bänken davor um das leibliche Wohl der Gäste kümmert. Dabei empfiehlt er den Blick auf die Tafel.

Diese informiert immer über die Besonderheiten im Angebot des Tages, die nicht auf der klassischen Karte stehen. So gibt es auch mal frische Tellersulz, schwäbischen, handgemachten Wurstsalat, Baguette mit Frischkäse wie bei der Eröffnung und weitere Schmankerl.

23 Helfer

Am Mittwoch traf sich eine 23-köpfiges Helferschar, um dem Gelände und der Klause den letzten Schliff zu geben. Schließlich sollen sich die Gäste, darunter viele Stammbesucher, rundum wohlfühlen am Salvator. Oben mühte sich etwa Willi Scherrenbacher mit der Motorsense am Hang ab und bot so hochgewachsenen Brennnesseln und weiterem Unkraut und Gestrüpp Paroli. Unten, in der Klause wischte Helga Zimmer mit weiteren fleißigen Händen die Klause innen blitzblank. Außerdem lief die Spülmaschine. Alles wurde durchgespült für den großen Eröffnungstag, nach der saisonalen Pause. „Hygiene ist das A und O“, betont Zimmer. „Und die Sitzpolster sind noch in der Reinigung“, fügt er an. Auf die Frage, was denn am liebsten auf dem Salvator getrunken wird, antwortet er grinsend: „S‘Nepperle mit dem Schnäpperle“. Sprich, das eigens gebraute Bier mit dem Schnappverschluss.

Weiter oben am Weg kümmerten sich drei Salvatorfreunde um die Rosen, schnitten sie aus und entfernten Unkraut. Und vor der Klause wurden die Tische und Bänke abgewischt, die Bänke gewienert und wurde mit Kutterschaufel und Besen der gepflasterte Boden fein säuberlich gefegt.

Neue Attraktion

Jeder wusste, wo und wie er hinzulangen hatte. Kein Wunder, ist man doch seit langen Jahren ein eingespieltes Team. „Jeder kennt seine Aufgabe“, bestätigt Werner K. Mayer, während er die Treppe zur Felsenbühne hochgeht. Bewaffnet mit einem Besen. Dort öffnet er die Tür und es präsentiert sich eine neue Attraktion der Wallfahrtsstätte am Nepperberg: der Dokumentationsraum, in dem viele Bilder zum Salvator den Gast begrüßen. Zudem gibt’s Vitrinen, in denen sich beispielsweise ein Salvator-Model zum Backen präsentiert. Rechts neben dem Eingang grüßt die Statue Anna Selbdritt, die nun in geschütztem Raum ist. Nicht mehr in der feuchten Felsenkapelle unterhalb. „Und hier drin können nun auch Veranstaltungen stattfinden“, freut sich Mayer über die Felsenbühne. Diese lag bislang brach und wurde durch ehrenamtlichen Arbeit in einen Dokumentationsraum verwandelt.

Übrigens, am 6. August wird auf dem Salvator morgens um sieben Uhr das Patrozinium gefeiert. Und im Herbst wird der marode Eichenbalkon am Missionskreuz durch einen neuen ersetzt. „Uns geht die Arbeit nicht aus“, versichert Werner K. Mayer glaubhaft. „Ach ja, und Platten müssen ersetzt werden“, schiebt er grinsend nach.

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