Barocke Gewänder locken ins Gmünder Prediger-Museum

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Gundi Mertens von der Gewandmeisterei und Museumsleiter Dr. Max Tillmann bereiten den Raum mit edlen Gewändern im Prediger-Museum vor. Er ist Teil der neuen Ausstellung „DxDiane zu Gast in Gmünd – Kunst über Grenzen“.

Die Gewandmeisterei des Staufersaga-Vereins beteiligt sich an der Ausstellung „DxDiane zu Gast in Gmünd – Kunst über Grenzen“.

Schwäbisch Gmünd

Die Vorbereitungen für die Ausstellung der Herzogin von Württemberg „DxDiane zu Gast in Gmünd – Kunst über Grenzen“ mit imposanten Kunstwerken sind in vollem Gang. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen dem Prediger-Museum und dem Gmünder Staufersaga-Verein erhält die Gewandmeisterei die Chance, einige Haute-Couture-Exponate wirkungsvoll in Szene zu setzen in dem museal vorgegebenen Kontext. Diese Gewänder wurden von der Herzogin gespendet für die von ihr so genannte „Opéra de Gmund“. Für die Umsetzung dieser Aufgabe sind Gundi Mertens, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, und Christine Zorniger verantwortlich.

Museumsleiter Dr. Max Tillman hat sich für bestimmte Raumfarben entschieden, die das enorme Spektrum des Schaffensradius der Königlichen Hoheit begleiten. Die Farbgestaltung aller Ausstellungsräume ist Teil des Gesamtkonzeptes der Museumsleitung. Der Raum, der in heraldischem Rot und Weiß gehalten ist, wurde der Gewandmeisterei zur Verfügung gestellt. Den künftigen Besucher erwartet eine Theaterbühnen-Atmosphäre, die gezielt das Thema „Opéra“ unterstreicht. Ein imposant drapierter roter Samtvorhang bildet die Kulisse für das Papst-Gewand aus dem Kolping-Musical „Die Päpstin“ von 2020. Zwei barocke Exponate in Dunkelgrün und Nachtblau flankieren das rote Papstgewand. Sie stammen aus dem Gewandmeisterei-Fundus der barocken Vielfalt von 2016.

Weitere Theatergewänder datieren aus dem Jahr 2013. Hier übernahm die Gewandmeisterei zwei Szenen aus dem Kolping-Musical „My fair Lady“ zum Thema „Pferderennen in Ascot“ und „Der Opernball“. Die Gewandmeisterei hatte damals die Aufgabe, die Haute-Couture-Modelle in die Mode der 1920er-Jahre umzugestalten.

Samt, Seide und Perlen

Alle textilen Exponate der Herzogin, aus prächtigen Brokatstoffen, aus Seide und Samt, mit vielen Perlen- und Paillettenapplikationen verziert, repräsentierten einen unschätzbaren Wert, den die Gewandmeisterei im Laufe der Jahre erhalten habe, berichten die Damen der Gewandmeisterei.

Die Schenkungen an die Gewandmeisterei dokumentierten die große Verbundenheit zu Schwäbisch Gmünd. Stephan Kirchenbauer-Arnold, Gründer des Staufersaga-Vereins und Ideengeber des Freilichttheaterstücks „Die Staufersaga“, hatte zu Lebzeiten den Kontakt zur Herzogin von Württemberg hergestellt. Er war über viele Jahre ihr persönlicher Berater und Kurator.

Für die Gewandmeisterei ist die Mitarbeit an der DxDiane-Ausstellung ein Glücksfall, freut sich das ganze Team. Endlich, nach so vielen Monaten, könnten einige Gewänder ihren Aufbewahrungsort verlassen, um hoffentlich viele Museumsbesucher zu erfreuen.

Hoffentlich erfreuen die Gewänder viele Museumsbesucher.“

Staufersaga-Verein

Neue Ausstellung

ab dem 23. Mai geplant

Die Ausstellung der Diane Herzogin von Württemberg läuft vom 23. Mai bis zum 3. Oktober im Museum im Prediger in Schwäbisch Gmünd. Die Planungen stehen, die Pandemie ist die große Unbekannte. Noch ist das Museum geschlossen.

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