Barthle sieht Debakel für CDU und erwartet Aufarbeitung

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Es sei ein außerordentlich schwieriger Wahlkampf gewesen, sagt Dr. Inge Gräßle, nachdem die Gmünder CDU die Kandidatin im Café Margrit herzlich begrüßt hatte.
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Gmünds Christdemokraten diskutieren herbe Verluste und suchen nach den Ursachen.

Schwäbisch Gmünd. Es sei ein außerordentlich schwieriger Wahlkampf gewesen, sagt Dr. Inge Gräßle, nachdem die Gmünder CDU die Kandidatin im Café Margrit herzlich begrüßt hatte. Doch sie habe oft gespürt, „wie sehr die Gmünder CDU dieses Mandat halten will“. Die Bürger, berichtete sie aus ihrem Wahlkampf, wollten eine erfahrene Politikerin, das habe sie deutlich gemerkt. Wegen Corona seien die Menschen zurückhaltend gewesen. Dazu gekommen sei, dass es einfach sei, mit dem Trend zu gewinnen, schwierig aber, gegen den Trend zu gewinnen.

Das Ergebnis auf Bundesebene sei ein „Debakel für die CDU/CSU“, „ein erdrutschartiger Verlust“, sagte der bisherige CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle. Die Regierungsbildung werde eine „ganz schwierige Nummer“. Die Union habe in den vergangenen Monaten einige Fehlentscheidungen getroffen, darunter drei Personalentscheidungen. Dies müsse aufgearbeitet werden., erwartet Barthle nach der Wahl „interessante Debatten“. „Es ist schwer zu sagen, wie es mit Markus Söder ausgegangen wäre“, sagte Barthle zur Kandidatenfrage. Was er jedoch aus seinem Umfeld gehört habe, deute darauf hin, „dass wir hätten zehn Prozent mehr holen können“.

Dieses Ergebnis habe sich abgezeichnet, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Tim Bückner. Für die CDU sei dies eine „krachende Niederlage“. Dies sei „keine Abrechnung mit 16 Jahren Merkel“, sondern die CDU habe in der Vergangenheit zu viel falsch gemacht. Als Beispiel nannte Bückner Streit statt Einigkeit.

Den „herben Verlust“ müsse die CDU aufarbeiten, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold. Sowohl Scholz als auch Laschet leiteten aus dem Ergebnis einen Regierungsauftrag ab. Aus der Erfahrung sei Laschet dabei nicht ungeschickt, da er „eint und nicht spaltet“. Michael Länge

Es sei ein außerordentlich schwieriger Wahlkampf gewesen, sagt Dr. Inge Gräßle, nachdem die Gmünder CDU die Kandidatin im Café Margrit herzlich begrüßt hatte.

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