Baumfällungen zwischen Lindach und Brainkofen waren nicht illegal

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Illegale Holzfäller an der Kreisstraße

Landkreisverwaltung räumt Fehler ein und zieht Strafanzeige zurück.

Schwäbisch Gmünd. Baumfällungen entlang der Landesstraße 1156 zwischen Lindach und Brainkofen haben vergangene Woche für Aufregung gesorgt. Zunächst hatte die Landkreisverwaltung auf Anfrage dieser Zeitung darüber informiert, dass es sich dabei um illegale Fällungen handle. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, stehen die Fällungen im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben des Zweckverbands Mutlanger Wasserversorgungsgruppe, teilt das Landratsamt am Montagnachmittag mit.

Der Zweckverband plant die Erneuerung und Aufdimensionierung von Wasserleitungen zwischen Lindach und Brainkofen zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung. Im Zuge der geplanten Grabungsarbeiten hätte zwingend massiv in die Wurzelteller der kürzlich gefällten Bäume eingegriffen werden müssen, weil die Bäume zu dicht an den bestehenden Leitungstrassen standen. Dadurch wäre deren Standsicherheit und damit die Verkehrssicherheit der stark befahrenen Landesstraße nicht mehr gewährleistet gewesen. Nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts wurden die Bäume deshalb in Vorbereitung der Baumaßnahmen entfernt. Ersatzpflanzungen, die durch Wuchs und Wurzelwerk die neuen Leitungen nicht beeinträchtigen, werden zu gegebener Zeit in Abstimmung mit dem Landratsamt erfolgen.

Die Landkreisverwaltung bedauere die Fehlinformation. Eine zunächst erfolgte Strafanzeige bei der Polizei ist damit gegenstandslos.

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