Baupreise mal schnell verdoppelt

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Archivfoto: Baufortschritt an der Mozartschule (Stand: Januar 2022)
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Die Aufstockung der Mozartschule zeigt ein Dilemma, das die Stadt als Bauherrin hat: Es wird teurer, Planung erschwert.

Schwäbisch Gmünd. Das Bauvorhaben an der Mozartschule zeigt exemplarisch, vor welchen Problemen auch die Stadt als Bauherrin steht: Knapp 1,1 Millionen Euro an Aufträgen waren im Bau- und Umweltausschuss für die Aufstockung zu vergeben, die Summe liegt 422  000 Euro über der Kostenschätzung von 2014.

„Irgendwo wegnehmen“

„Die Kostensteigerungen machen Sorgen, denn wenn Kosten dazukommen, denn müssen wir es irgendwo wegnehmen“, sagte Bürgermeister Christian Baron. „Das wird uns noch allen zusammen viel Kopfzerbrechen bereiten.“ Bei der Innensanierung soll en später Einsparmöglichkeiten geprüft werden.

Auch die anvisierte Sanierung der Grundschule wird schwerer zu planen. Ortsvorsteher Josef Heissenberger mahnte die Dringlichkeit an in einer Schule, in der Schimmel auftrete. Linken-Gemeinderat Andreas Benk bat um ein „klärendes Wort“ zu den „ganz vagen Aussichten“ für dieses Projekt. Baron antwortete: „Wir wollen daran festhalten, aber der Sturm tobt um uns herum. Es ist ein Umfeld, in dem wir nicht nicht sagen können, was ganz sicher 2024/25 kommt.“

Bei der Vergabe der Arbeiten hatten einige Gemeinderäte Bedenken, dass ausgerechnet für die Zimmerarbeiten, bei denen sich der Preis auf rund eine halbe Million Euro verdoppelt hat, nur ein Angebot vorlag. Es wurde beschlossen, diesen Teil neu auszuschreiben. ⋌Bernd Müller

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