Begeistern fürs Lastenrad

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Einkäufe, Kinder oder den Hund kann man mit einem Lastenrad transportieren. Bei der Roadshow in Gmünd können Passanten eine Testfahrt machen.

Schwäbisch Gmünd

Sie werden immer beliebter in Großstädten und auch in Gmünd gewinnen sie immer mehr an Präsenz: die sogenannten Cargo-Bikes – auch Lastenräder genannt. Damit sich auch jeder unter diesem Begriff etwas vorstellen kann, hat die Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Kommunen (AGFK) eine Roadshow-Tour durch Baden-Württemberg gestartet. An diesem Montag stand das Roadshow-Team auf dem Gmünder Johannisplatz und Interessierte konnten mit zwölf verschiedenen Lastenrädern eine Probefahrt machen.

Statt, wie der Name schon sagt, Lasten zu transportieren, "kann man damit genauso Kinder, Hunde oder sogar den ganzen Wocheneinkauf transportieren, ohne dafür extra das Auto zu benutzen", sagt die städtische Mobilitätsmanagerin Anja Tamm. Mithilfe des E-Motors sei das einfach, schließlich kann so ein Lastenrad ziemlich schwer sein. "Das kann schon über 40 Kilo wiegen", sagt Tamm. Sie sehe in diesen Rädern auch durchaus die Möglichkeit, dass diese die Autos in der Innenstadt ersetzen könnten, sagt sie.

Gmünds Baubürgermeister Julius Mihm sieht dies etwas kritisch. Auch er ist zwar der Meinung, dass man mit einem Lastenrad gut voran kommt, dennoch "kann das die Autos nicht vollständig ersetzen", sagt er. Die Lastenräder seien aber ein großer Beitrag in diese Richtung und sollten in Zukunft bewusst eingesetzt werden.

Bei er Roadshow können die Bürgerinnen und Bürger die Vorteile dieser emissionsfreien Mobilitätsform kennenlernen. Aber auch "die Leute zu animieren mit den Rädern Spaß zu haben und das gleich mit der ganzen Familie", sei ein Ziel, sagt Roadshow-Teammitglied Arne Behrensen.

Sie können das Auto nicht ersetzen.

Julius Mihm, Baubürgermeister

Es gebe unterschiedliche Typen von Lastenrädern, sagt Behrensen. So gibt es ein Lastenrad mit zwei Rädern und einer Transportbox, "in der auch Kinder immer mit einem Sicherheitsgurt gesichert werden können", erzählt er. Es gebe aber auch Modelle mit drei Rädern, bei denen sich die Transportbox beim Lenken automatisch neigt.

Lastenräder können durchaus auch in gewerblichen Betrieben eingesetzt werden. "Dafür gibt es spezielle Lastenanhänger", sagt Thomas Kaiser, Sprecher der Schwäbisch Gmünder Agenda 21. Ein paar mögliche Interessenten gibt es da vielleicht auch schon. Zwei Mitarbeiter des Handwerksbetriebs "Gebrüder Hörner" haben direkt ein solches Lastenrad getestet und sind begeistert. "Gerade für die neuen Azubis, die noch keinen Führerschein haben, ist das eine große Hilfe", sagt einer. Und das übliche Werkzeug habe auch genügend Platz. Dann heißt es nur noch,den Chef überzeugen.

Genau das ist auch Julius Mihm bei diesem Roadshow-Event wichtig. "Es soll gleichzeitig Werbung für diese Lastenräder machen und noch mehr Personen dafür begeistern", sagt der Baubürgermeister.

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