Beharrlich im Interesse der Mitarbeiter

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Nach 40 Jahren im Dienste der Caritas wird Thomas Schwendele (2. v. l.) in den Ruhestand verabschiedet.

Thomas Schwendele wirkte 40 Jahre lang im Caritasverband der Diözese.

Schwäbisch Gmünd. Thomas Schwendele feierte am 1. Oktober 2020 sein 40. Dienstjubiläum bei der Caritas. Seit Januar ist er Ruheständler. Er gehörte dem höchsten Gremium des Dienst- und Arbeitsrechts der katholischen Kirche in Deutschland, der Zentral-Koda (Kommission zur Ordnung des Dienst- und Arbeitsrechts) an – und war zwei Jahre lang deren Vorsitzender.

Nach dem Abitur in Riedlingen, zwei Jahren bei der Bundeswehr und dem Studium der Sozialarbeit an der Katholischen Fachhochschule in Freiburg führten Praktika Schwendele zur Drogenberatungsstelle des Caritas-Verbandes in Berlin, außerdem zum dortigen Frauenstrafvollzug. Am 1. Oktober 1980 startete er seine Laufbahn bei der Caritas. Er zeichnete für die Suchtberatung in Backnang verantwortlich. 1983 übernahm er die Leitung der Psychosozialen Suchtberatung in Schwäbisch Gmünd. Zeitgleich baute er die wöchentliche Drogenberatung in der Justizvollzugsanstalt Gotteszell aus. Im Oktober 1987 nahm Schwendele seine erste Amtszeit in der Arbeitsrechtlichen Kommission (AK) des Deutschen Caritas-Verbandes auf. Er ist Mitbegründer der Gesamt-Mitarbeitervertretung des Diözesanen Caritas-Verbandes, deren Vorsitz er bis 2014 innehatte.

Am Freitag füllte sich die Kirche St. Franziskus mit Schwendeles Freunden und Wegbegleitern. Bevor es zum Festakt in den Hans-Baldung-Grien-Saal im Stadtgarten ging, gab es einen Gottesdienst für den engagierten Arbeitsrechtler in der Caritas. Gestaltet von Dekan Robert Kloker und Pfarrer Oliver Merkelbach, klang dabei nicht nur einmal an, dass Schwendele seine Talente richtig einsetzte und einer ist, der in den vergangenen 40 Jahren „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ war. Im Einsatz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kirchenmusikdirektor Stephan Beck begleitete den Gottesdienst.

In zahlreichen Grußworten wurde die Arbeit von Thomas Schwendele gewürdigt. Markus Mengemann von der Caritas-Regionalleitung beschrieb ihn als engagierten Vertreter der Mitarbeiterschaft, mit dem „viele Gefechte“ ausgetragen wurden. Er sei aber auch derjenige gewesen, der „manch unpopuläre Entscheidung mittrug“. Etwa, wenn es um den Erhalt von Arbeitsplätzen ging.

Die Grußwortredner, darunter Dr. Rainer Brockhoff als Diözesancaritasdirektor, Hubert Pflüger von der Mitarbeitervertretung, Professorin Renate Oxenknecht, Thomas Rühle und einige mehr von der Arbeitsrechtlichen Kommission, hielten lobende Attribute für den Ruheständler parat, etwa „engagiert“ und „couragiert“, „unbequem“, „draufgängerisch“. Markus Mengemann: „ein waschechter Haudegen.“

Thomas Schwendele machte deutlich: „Gute Tarife kommen nicht aus der Steckdose oder fallen nicht vom Himmel.“ Neben seinem bundesweiten Engagement in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas ist Schwendele bekannt für sein Engagement in der Gmünder Fasnet sowie bei den Altersgenossen. Daher nahm auch Freund und Mitstreiter Thomas Krieg an der Verabschiedung teil. jan

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