Bei Krebs in besten Händen

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PM Stauferklinik: Bei Krebs in besten Händen

Das Hämatologische Zentrum am Stauferklinikum wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich zertifiziert. Dies ist bereits der vierte ausgezeichnete Bereich.

Schwäbisch Gmünd

Erst vor rund anderthalb Jahren begannen am Stauferklinikum die Vorbereitungen zur Gründung des neuen Zentrums für Hämatologische Neoplasien. Es ist ein weiterer Bereich des übergreifenden Onkologischen Zentrums, zu dem bereits das Darm-, das Brust- und das gynäkologische Krebszentrum gehören. Für das neue Zentrum wurde die Hämatologie am Stauferklinikum von der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich zertifiziert.

Das Behandlungsteam um Chefarzt Prof. Dr. Holger Hebart ist stolz und froh über die Auszeichnung. „Die Diagnose Krebs ist für Patienten im ersten Moment ein Schock“, berichtet Professor Hebart. „Umso besser ist es für Patienten, zu wissen, dass wir hervorragende Behandlungsmöglichkeiten haben.“

Am Stauferklinikum werden fast alle Therapien zur Krebsbehandlung durchgeführt, dabei neben Chemotherapie, Immuntherapie und Antikörpertherapie auch solche mit modernsten Medikamenten. In der Tat ist das Stauferklinikum sehr aktiv in der Krebsforschung und nimmt regelmäßig an medizinischen Studien teil. So können Patienten unter gewissen Bedingungen mit Medikamenten behandelt werden, die noch vor der Zulassung stehen.

Welche Krankheiten werden behandelt?

„Hämatologische Neoplasien“ sind bösartige Erkrankungen des Blutes, des Lymphgewebes und des Knochenmarks, die zahlreiche Krankheitsbilder umfassen, von akuten Leukämien über Lymphdrüsenkrebs, meist mit einer intensiven Chemotherapie heilbar, bis hin zu Erkrankungen, die teilweise jahrelang ohne Therapie nur beobachtet werden müssen.

Die gute Nachricht für Betroffene: Die Rate erfolgreicher Behandlungen oder vollständiger Heilungen in der Hämatologie hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Dreh- und Angelpunkt in der Behandlung und ihrer Koordination ist die wöchentliche Tumorkonferenz, bei der die Therapie jedes Patienten unter allen Experten besprochen und festgelegt wird.

Erfolgreiche Behandlungen

„Entscheidend für den Erfolg ist, dass alle Behandlungspartner eng zusammenarbeiten“, betont Prof. Hebart. „Das geschieht nicht nur innerhalb der Kliniken Ostalb, sondern auch mit zahlreichen Kooperationspartnern.“ Diese reichen vom Hausarzt über die Strahlentherapie Ostalb bis hin zu den Universitätskliniken Ulm und Würzburg.

Eine wichtige Rolle spielt die sogenannte Supportivtherapie. Dazu gehören Blutprodukte, Ernährungstherapie, Portanlagen sowie Psychoonkologie. Bei der Zertifizierung war auch entscheidend, dass die Gmünder Klinik über eine relativ große Palliativstation mit 12 Betten verfügt, in der jedes Jahr rund 400 Patienten versorgt werden.

Erster Anlaufpunkt bei einer hämatologischen Erkrankung ist in der Regel die Facharztpraxis für Hämatologie und Onkologie, bei bedrohlichen Verläufen die Notaufnahme im Stauferklinikum. Statistisch erkranken jedes Jahr 45 von 100 000 Patienten an einer bösartigen Bluterkrankung. 2021 wurden am Stauferklinikum 133 Erstdiagnosen gestellt, das Zentrum wird überregional bereits wahrgenommen.

„Rund zwei Drittel der onkologischen Patienten in der Inneren Medizin werden in der Tagesklinik behandelt“, berichtet Prof. Hebart. Wir sind aufgrund der steigenden Patientenzahl sehr froh über die neuen und größeren Räume in unserem Neubau, so der Chefarzt und Ärztliche Standortleiter der Klinik.

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